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Verlegerin Friede Springer fördert die Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Berliner Charité. Foto: Montage: Tagesspiegel /Fotos: imago
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Prävention gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten Friede Springer unterstützt Berliner Charité mit zweistelligem Millionenbetrag

An Berlins landeseigener Universitätsklinik entsteht ein von Friede Springer gefördertes Präventionszentrum. Am Mittwoch wird der Vertrag unterzeichnet.

Berlins landeseigene Universitätsklinik Charité bekommt eine prominente Unterstützerin. Die Verlegerin Friede Springer wird ein Präventions- und Forschungszentrum für Herz-Kreislauf-Erkrankungen maßgeblich mitfinanzieren.

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Wie die Senatskanzlei mitteilte, wird am Mittwoch im Roten Rathaus im Beisein von Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und Charité-Chef Heyo Kroemer ein entsprechender Vertrag unterzeichnet.

Friede Springer, die Vorstandsvorsitzende einer nach ihr benannten Stiftung ist, engagiert sich seit Jahrzehnten im Gesundheitswesen.

Nach Informationen aus der Berliner Koalition plant Springer nun einen "zweistelligen Millionenbetrag" beizusteuern, offenbar zunächst sogar jährlich. Die Senatskanzlei bestätigte dies am Montag nicht. Erst vor einigen Wochen war dem Charité-Vorstand gelungen, mit dem Pharmakonzern Bayer zu vereinbaren, ein Zentrum für Gen- und Zelltherapien aufzubauen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Ärzte sprechen meist von kardiovaskulären Leiden, darunter unter anderem Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzrhythmusstörungen.

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Bis 2014 war Springer schon Mitglied des Stiftungsrats des Deutschen Herzzentrums Berlin (DHZB). Sie hatte dort nach Auskunft von Ärzten vor allem die Kinderkardiologie unterstützt und die Friede-Springer-Herzstiftung gegründet, die entsprechende Forschung unterstützte.

Das bekannte Herzzentrum und die Charité sind vor einem Jahr in einer Fusion aufgegangen. Der damalige Senatschef Michael Müller (SPD), der Aufsichtsratsvorsitzende der Charité war, hatte die Annäherung vorangetrieben.

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Nun hat diesen Posten die Gesundheits- und Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote inne, die am Mittwoch zusammen mit Finanzsenator Daniel Wesener (beide Grüne) dabei sein wird. Für die Charité kommt zudem der scheidende Dekan, der Physiologe Axel Pries, ins Rote Rathaus.

Das Bundeskartellamt und das Abgeordnetenhaus mussten die Fusion absegnen, was auch wegen der verschiedenen Rechtsformen dauerte.

Die Charité ist Europas größte Hochschulklinik und verfügt in Mitte, Wedding, Steglitz und Buch über Standorte. Die Charité verzeichnete 2021 circa 2,3 Milliarden Euro Jahresumsatz aus Krankenkassen-Honoraren, Drittmitteln und staatlichen Investitionen.

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