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Dutzende Kilogramm Drogen beschlagnahmten Zollfahnder in Berlin. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gabsch/PNN
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Dealerbande festgenommen Ermittler beschlagnahmen bisher größten Fund von Crystal Meth in Berlin

Laut Behörden ist der Fund ein Zeichen, dass das Rauschgift inzwischen verstärkt Berlin erreicht habe. Auch kiloweise Kokain und Ecstasy wurden sichergestellt.

Die gefährlichen Droge Crystal Meth ist in größeren Mengen nun auch in Berlin angekommen. Die Zollfahndung beschlagnahmte am Dienstag 18,1 Kilogramm des synthetischen Rauschgifts - der bislang größte Einzelfund in der Hauptstadt und Brandenburg, wie am Donnerstag von Zoll und Staatsanwaltschaft mitgeteilt wurde.

Außerdem fanden die Fahnder bei Durchsuchungen von Wohnungen und Autos knapp 29,6 Kilogramm Kokain, 47,3 Kilogramm Ecstasy, 2 Kilogramm Marihuana und 30.000 Euro Bargeld.

Drei mutmaßliche Drogenhändler, zwei Deutsche im Alter von 61 und 51 sowie ein 40-jähriger Vietnamese, wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft.

Crystal Meth - eine andere Bezeichnung für Methamphetamin - wird ein hohes Abhängigkeitspotenzial zugeschrieben. Vertreter von Zoll und Staatsanwaltschaft sprachen von einem empfindlichen Schlag gegen den Rauschgifthandel sowie einem herausragenden Drogenfund mit einem Straßenverkaufswert von 4,2 Millionen Euro. An dem Einsatz waren 100 Beamte des Zollfahndungsamtes und Spezialeinheiten beteiligt.

Die dreiköpfige Bande soll die Drogen als Großhändler aus den Niederlanden und Polen nach Berlin geschmuggelt haben. Das Rauschgift sollte an Zwischen- und Kleinhändler weiter vertrieben und dann im ganzen Stadtgebiet verkauft werden.

Zoll und Staatsanwaltschaft präsentierten am Donnerstag, bewacht von vier Mitgliedern einer Spezialeinheit: Diverse Tüten voller Crystal-Meth-Kristalle, Plastiksäcke mit farbigen Ecstasy-Tabletten und zu großen Blöcken gepresstes Kokain.

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Der bislang größte Crystal-Meth-Fund sei ein Zeichen, dass dieses Rauschgift inzwischen verstärkt Berlin erreicht habe, sagte Oberstaatsanwalt Günter Sohnrey. Crystal galt jahrelang vor allem in Sachsen, Südbrandenburg, Thüringen und Bayern als Problem und kam oft aus Drogenlaboren in Tschechien. Das habe sich geändert, sagte Sohnrey, inzwischen käme sehr viel aus den Niederlanden nach Deutschland.

Dort war erst im Sommer das dort bislang größte Labor zur Herstellung von Crystal Meth entdeckt worden. In dem Labor konnten den Angaben zufolge pro Tag mehr als 100 Kilogramm der Droge hergestellt werden - mit einem Handelswert von etwa einer Million Euro. (dpa)

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