Ausgebrannte Autos am Kollwitzplatz Foto: Lars von Törne
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Berlin-Prenzlauer Berg Brandanschlag am Kollwitzplatz: Politische Motivation nicht erkennbar

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In der Nacht auf Montag sind in Prenzlauer Berg 14 Autos ausgebrannt. Die Polizei hatte zunächst zwei Tatverdächtige festgenommen, ein politisches Motiv kann sie aber derzeit nicht erkennen.

Rund um den Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg wurden in der Nacht auf Montag Brandanschläge auf Autos verübt. An drei Stellen rund um den Platz sind Pkw angezündet worden, dabei wurden 14 Autos beschädigt, wie eine Sprecherin der Berliner Polizei mitteilte.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Sie nahm zwei 26-jährige Tatverdächtige fest und übergab sie dem Staatsschutz, weil die Ermittler ein politisches Motiv vermuteten. Dafür gebe es aber derzeit keine Anhaltspunkte, sagte die Polizeipräsidentin von Berlin, Barbara Slowik, am Montagmittag im Innenausschuss. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber dem Tagesspiegel, dass die beiden Festgenommenen wieder freigelassen wurden, weil sich der Tatverdacht gegen sie nicht erhärten konnte. Er merkte an, dass ein politisches Motiv trotzdem nicht ausgeschlossen werden könnte. Das Brandkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

Linksextremer Hintergrund?

Der Tagesspiegel vermutete zunächst, dass der Anschlag mit den "Chaostagen" zusammenhängen könnte, die Linksautonome für die vergangenen vier Tage angekündigt hatten. Dabei ging es vor allem um die Rigaer Straße, wo es immer wieder zu Randale kommt, Autos angezündet werden und Linksautonome Polizisten angreifen. Konkret geht es um eine Räumungsklage gegen die Kneipe "Kadterschmiede" in der Rigaer Straße 94, die an diesem Montag vor dem Landgericht verhandelt worden ist - die Kneipe darf vorerst bleiben.

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