Die Polizei will mit Hilfe der Kamerabilder die Räuber ermitteln. Foto: dpa
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Berlin-Neukölln Zwei Männer nach Hitlergruß festgenommen

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Am Mittwoch nahm die Polizei zwei Männer in Neukölln vorläufig fest, die den Hitlergruß gezeigt haben. Einer der Männer hatte sich als Polizist ausgegeben.

Einer der beiden Vorfälle ereignete sich nach Angaben der Polizei am Mittwochabend gegen 20 Uhr in einem Lokal in der Okerstraße in Neukölln. Nach Angaben von Zeugen soll ein 47-jähriger Mann sich nach Betreten des Lokals als Polizeibeamter vorgestellt und die Ausweise aller anwesenden Personen gefordert haben. Den Gästen und Mitarbeitern kam dies komisch vor und sie verweigerten die Herausgabe ihrer Ausweise. Daraufhin soll der vermeintliche Polizist den Hitlergruß gezeigt, dabei „Heil Hitler“ gesagt und dann volksverhetzende Äußerungen von sich gegeben haben.

Anschließend kam es zwischen dem 47-Jährigen und zwei 24-Jährigen zu einem Gerangel. Dabei soll der 47-Jährige auch versucht haben, die beiden Männer mit der Faust zu schlagen. Die Männer drängten den Tatverdächtigen aus dem Lokal, hielten ihn fest und übergaben ihn dann alarmierten Polizisten. Nach Identitätsfeststellung wurde der 47-Jährige entlassen.

Zweiter Vorfall in Neukölln

Ein weiterer Vorfall hatte sich am Donnerstagnachmittag in der Neuköllner Richardstraße Ecke Schöneweider Straße ereignet. Polizeibeamte bemerkten dort gegen 15.20 Uhr einen Mann, der den Hitlergruß zeigte. Bei der anschließenden Festnahme wehrte sich der 41-Jährige, so dass er zu Boden gebracht werden musste und ihm erst dort die Handfesseln angelegt werden konnten. Anschließend wurde der Festgenommene zur Gefangenensammelstelle gebracht und nach Feststehen seiner Personalien und einer Blutentnahme wieder entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin ermittelt in beiden Fällen. (Tsp)

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