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Collage: Manuel Kostrzynski
© Collage: Manuel Kostrzynski

Pappmaché und Projektion Wenn Künstler Eier gestalten

Exklusiv für den Tagesspiegel haben sich Berliner Kreative mit dem österlichsten aller Symbole beschäftigt: dem Ei.

Alle Ausstellungen sind abgesagt, Künstlerinnen und Künstler bleiben in ihren Ateliers. Aber sie hören ja nicht auf zu arbeiten! Wir präsentieren neun Auseinandersetzungen mit dem Ei.

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Miriam Jonas – AUSTEREI / OYSTER EGG, 2020

Foto: JSRousseau Vergrößern
© JSRousseau

„1. Ei super hart kochen, 2. Schale vorsichtig auffräsen, 3. Ei mit Skalpell durchtrennen, 4. Dotter entfernen, 5. Eiweiß reinigen, 6. Eiweißhälften und Dotter separat einfrieren, 7. Eiweißhälften im Austerwinkel aneinander frosten, 8. Dotter zur Perle schnitzen, 9. anrichten, 10. fotografieren."

Miriam Jonas, geboren 1981, ist Bildhauerin und Installationskünstlerin.

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Arturo Herrera – AN EGG

Foto: Studio Arturo Herrara Vergrößern
© Studio Arturo Herrara

„Die Arbeit entstand durch die digitale Collage zweier meiner Bilder. Jedes Fragment trägt einen Verweis auf seinen Ursprung und bereichert so das visuelle Potential des neuen Bildes.“

Arturo Herrera, geboren 1959 in Caracas, Venezuela, verschmilzt in seinen Arbeiten Popkultur und Collage.

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Heiner Franzen – EI-DREH

Foto: Heiner Franzen Vergrößern
© Heiner Franzen

Videoinstallation, 2020
Leuchtmittel, Tisch, Projektor
Variable Maße

„Zu sehen ist eine Videoprojektion: ein Ei, das sich im Schatten eines Tisches dreht.“

Heiner Franzen lebt und arbeitet in Berlin. Seine Zeichnungen und Videos handeln von der Auflösung medialer Grenzen.

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Gregor Hildebrandt – EI AUF TELLER, 1995

43,6 x 59,7 cm, Öl und Dispersion auf Leinwand

WEISSES EI AUF WEISSEM TELLER, AUF WEISSEM TISCHTUCH, 2020

33 x 49 cm, digitaler Pigmentdruck, auf Aluminium montiert

Fotos: Courtesy of the artist / Courtesy of the artist and Wentrup, Berlin Vergrößern
© Fotos: Courtesy of the artist / Courtesy of the artist and Wentrup, Berlin


„Das weiße Ei auf weißem Teller auf weißem Tischtuch war die erste Aufgabe in meinem Kunststudium; ich führe diese Tradition als Professor fort. Es ist eine gute Übung, setzt man sich ernsthaft damit auseinander. Ab dann darf jeder machen, was er will. Durch die Tagesspiegel-Anfrage ergab sich die Herausforderung, das alte Thema in einer neuen, meiner heutigen Arbeitsweise entsprechenden Form aufzugreifen. Entstanden ist die Fotografie einer Reflektion in einer anderen Arbeit von mir. Diese besteht aus VHS-Bändern, die auf eine Leinwand geklebt wurden. Das Ei spiegelt sich in der glänzenden Oberfläche.“

Gregor Hildebrandt, geboren 1974, ist Professor für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in München. Er lebt und arbeitet in Berlin.

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Johanna Dumet – TÊTE D’OEUF

Foto: Johanna Dumet Vergrößern
© Johanna Dumet

Ei, Pappmaché, Gouache

„,Tête d’oeuf‘, also ,Eierkopf‘, ist ein französischer Ausdruck für jemanden, der seinen Kopf in kreativer Weise benutzt. Ich habe das wörtlich genommen.“

Johanna Dumet wurde 1991 in Frankreich geboren, seit 2012 lebt sie in Berlin. Sie malt hauptsächlich mit Öl auf Leinwand.

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Nezaket Ekici – AB OVUM

Foto: Andreas Dammertz Vergrößern
© Andreas Dammertz

Videoperformance, 2020
Ei, Stempelkissen, Tusche, Kamera
Dauer: 4:12 Min., HD mp4 16:9, Sound, Farbe
Edition: 5 + 2 AP
Kontakt: Galerie Pi Artworks, london@piartworks.com

„Das Ei steht für die Frage nach dem Anfang, die meist in dem Dilemma endet, ob nicht zuerst die Henne da gewesen sein müsse. Die Frage nach dem Weg, den das Ei nimmt, bis es auf unserem Frühstückstisch landet, wird selten gestellt. In meiner Videoperformance hinterlasse ich meine Fingerabdrücke auf der Schale. Sie stehen für die vielen Hände, die den Weg des Eis vom Stall bis zum Verbraucher begleitet haben.“

Nezaket Ekici, geboren 1970 in der Türkei, war Meisterschülerin bei Marina Abramović. Sie lebt in Stuttgart, Istanbul und Berlin.

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Cyrill Lachauer – FIND YOUR LUCK, XIX

Foto: Cyrill Lachauer & Studio Kike Molares, Berlin Vergrößern
© Cyrill Lachauer & Studio Kike Molares, Berlin

Poster, 50x70 cm, Auflage 100

„Diese Zusammenarbeit mit dem Studio Kike Molares basiert auf einem Foto, das entlang des Mississippi aufgenommen wurde und spielt mit der Konnotation einer Tarotkarte: Finde dein Glück in einer dystopischen Welt, gebrochen und im Niedergang begriffen. Aber die Zahl 19 repräsentiert die Sonne – den Neuanfang.“

Cyrill Lachauer, geboren 1979, ist Film- und Fotokünstler.

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Marlon Wobst – GEWICHTHEBER, RINGER*INNEN, TELCO

Foto: Marlon Wobst Vergrößern
© Marlon Wobst

2020, ca 5 x 10 x 3 cm, Aquarell und Deckfarbe auf Eierschale

„Die Arbeiten – zusammen ‚Die drei Phasen der Isolation‘ – stehen im direkten Bezug zu meiner aktuellen Ausstellung ,SPA‘ in der Galerie Schwarz Contemporary, die sich mit körperlicher Ertüchtigung, Reinigung, Love, Tischtennis, Nacktheit beschäftigt.“

Marlon Wobst, geboren 1980, ist Maler, Töpfer, Filzer und Installationskünstler.

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Isabella Fürnkäs – HAPPY EASTER RETREAT

Foto: Isabella Fürnkäs Vergrößern
© Isabella Fürnkäs

„They are imbeciles who call my work abstract. That which they call abstract is the most realistic, because what is real is not the exterior but the idea, the essence of things.“ (Constantin Brancusi)

Isabella Fürnkäs, geboren 1988, lebt in Düsseldorf und Berlin. Sie war Meisterschülerin von Andreas Gursky. Ihr Gebrauch von Medien reicht von Zeichnungen über Sound- und Videoarbeiten zu Performances und Rauminstallationen.

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Kunst zu verkaufen: Die meisten der hier gezeigten Arbeiten können erworben werden. Bei Interesse kontaktieren Sie die Künstlerinnen und Künstler über die angegebenen Internetseiten.

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