Berlins Justiz will zukünftig gezielter gegen Hasskriminalität vorgehen. Foto: Andreas Arnold/dpa
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Exklusiv Nach Hanau Berlins Justiz schafft eine „Zentralstelle Hasskriminalität“

Berlin reagiert nach dem rassistischen Anschlag in Hanau. Die Einheit der Staatsanwaltschaft soll das Vertrauen bei Betroffenen stärken.

Berlin will mehr gegen Hass tun und für die Opfer von Rassismus. Justizsenator Dirk Behrend (Grüne) und Generalstaatsanwältin Margarete Koppers wollen dazu eine „Zentralstelle Hasskriminalität“ schaffen – das erfuhr der Checkpoint exklusiv. „Die Anschläge von Halle und Hanau haben auch bei uns dazu geführt, bestehende Strukturen zu überdenken“, sagte Behrendt.

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Die neue Einheit soll das Vertrauen in die Strafverfolgungsbehörden stärken. Dazu wird Koppers eine neue Hauptabteilung in der Staatsanwaltschaft schaffen. Dort sollen etwa Staatsschutzdelikte, Hasskriminalität oder Verfahren mit homophobem Hintergrund gesammelt behandelt werden.

Der Kontakt zu Betroffenen soll so verbessert werden. Vorbild ist laut Koppers die Ansprechperson für LSBTI, mit der man bei der Staatsanwaltschaft „gute Erfahrungen“ gemacht habe.

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