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Berliner Luft, Luft, Luft. Und die löst bei manchen gerade Sorgen aus. Screenshot: Tsp
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Luftverschmutzung in Berlin Verwirrung um App-Angaben zu Luftqualität

iPhones zeigen vermehrt „ungesunde“ Luftwerte in Berlin an. Die bezogenen Messungen von Apple lassen allerdings einige Faktoren außen vor.

Ein schöner Herbsttag, an dem nur eines stört: Die Handy-Warnung vor ungesunder Luft. Sollte man da noch mit dem Rad zur Arbeit fahren? Macht die Joggingrunde im Park krank? Fragen, die seit einigen Wochen viele Berliner verunsichern, die ein iPhone mit sich herumtragen und auf die vorinstallierte Wetter-App schauen. Die wurde vor kurzem aktualisiert und macht seither Angaben zur Luftqualität in Großstädten wie Berlin.

In den vergangenen Tagen tauchte der Hinweis auf „ungesunde Luft für empfindliche Gruppen“ häufig auf. Apple verweist als Quelle auf „The Weather Channel“, doch auf der verlinkten Webseite können ganz andere Werte stehen. Die Verwirrung vergrößert sich noch, wenn „Siri“ befragt wird. An angeblich belasteten Tagen kann es passieren, dass der sprachgesteuerte Assistent die Luftqualität „angemessen“ nennt und wieder eine andere Zahl liefert.

Luft aus Südosteuropa ist schuld

Was wird da eigentlich gemessen? Vermutlich, so meint Derk Ehlert von der Berliner Umweltverwaltung, bezieht Apple die Zahlen über Umwege von den 14 stadtweit verteilten Feinstaubmessstationen. Deren Daten werden teilweise in Echtzeit ins Internet übertragen. Stickoxide oder Ozonwerte bleiben demnach außen vor.

Wenn schwacher Wind belastete Luft aus Südosteuropa nach Berlin trägt, geht der Feinstaubwert hoch und die Wetter-App warnt. Bei derzeit herrschenden Winden aus Nordwest, so erklärt Derk Ehlert, kann der Index schlagartig auf „gut“ umspringen. Dieses Wochenende dürfte es dabei bleiben.

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