Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Zehn Aktivist:innen klebten sich am Freitagmorgen erneut auf der Berliner Stadtautobahn fest, um ihren Forderungen nach mehr Klimaschutz durchzusetzen. Foto: Muhamad Abdi
© Muhamad Abdi

Klimaproteste in Berlin Aktivisten der „Letzten Generation“ blockieren erneut Autobahnen

Lionel Kreglinger Muhamad Abdi

Auf der Berliner Stadtautobahn kam es durch die Proteste zu Behinderungen. Die Polizei war schnell vor Ort, löste die Blockaden auf und stellte Strafanzeigen.

Am dritten Tag in Folge gibt es Proteste von Aktivisten der „Letzten Generation“. Auf der Ausfahrt der Stadtautobahn klebten sich zehn Klimaaktivisten am Kurt-Schumacher-Damm Ecke Heckerdamm fest.

Die Polizei war innerhalb von zehn Minuten vor Ort. Es gab Rückstaus auf der A111, die sich mittlerweile wieder aufgelöst haben.

Ab 8 Uhr 30 war die Blockade beendet und die Autobahn wieder frei. Hier ein Video von der Auflösung der Blockade durch die Polizei:

Die Polizei erstellte Strafanzeigen gegen die Blockierer. Laut "Letzte Generation" gab es insgesamt fünf Proteststellen an der A100.

Unser Reporter Muhamad Abdi ist vor Ort und berichtet hier in einem Video von der Aktion:

Die Aktivisten der "Letzten Generation" fordern ein Machtwort von Bundeskanzler Olaf Scholz und den Stopp von Ölbohrungen in der Nordsee. Sie wollen den Klimakollaps verhindern und setzen sich für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen ein.

"Es muss jetzt ein drastischer Wandel her. Wir müssen Öl sparen statt nach neuem zu bohren! Einfache Wege wären ein Tempolimit und ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr", sagte Lena Bonasera, eine der Mitbegründerinnen der "Letzten Generation".

Die Internationale Energieagentur hat im vergangenen Jahr erklärt, falls die Staaten der Welt ihre im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele im Blick auf eine maximale Erderwärmung von 1,5-Grad einhalten wollen, dann dürften keine neuen fossilen Energiequellen erschlossen werden.

Der Weltklimarat hat in seinem aktuellen Bericht darauf hingewiesen, dass bei einer Beibehaltung der aktuellen Politik eine Erderwärmung von durchschnittlich drei Grad Celsius im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung erreicht wird. Um diese Entwicklung umzukehren, müssen ab dem Jahr 2025 die globalen CO2-Emissionen sinken.

Zur Startseite