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Der Bergmannkiez als die Welt noch unbekümmert war. Foto: imago/Hoch Zwei Stock/Angerer
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Friedrichshain-Kreuzberg rudert zurück Statt Gastro-Meilen nun doch Einzelgenehmigungen

Weil in einigen Straßen besonders viele Wirte Straßenland nutzen wollten, sollten dieses zeitweise verkehrsfrei werden. Doch diese kleine Revolution bleibt aus.

Die drei autofreien „Zonen“ auf ausgewählten Straßen von Friedrichshain-Kreuzberg, die von angrenzenden Gaststätten an Wochenenden genutzt werden sollten, kommen nun doch nicht. Wie eine Sprecherin des Bezirks am Dienstag mitteilte, werden diese Hilfen von in wirtschaftliche Not geratenen Kneipen und Restaurants doch nicht in der Form  umgesetzt, wie am Montag mitgeteilt. Stattdessen sollen die im Bezirk eingegangenen rund 300 „Meldungen“ von Gastronomie-Betreibern auf die Umfrage des Bezirks einzeln ausgewertet und individuelle Lösungen zu den möglichen Bespielungen öffentlicher Flächen erarbeitet werden.

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„Heute saßen die beteiligten Ämter nochmal zusammen“, teilte eine Sprecherin mit. Bei dem am Montag mitgeteilten Ausweisung von „Zonen“ habe es sich um einen „Zwischenstand“ gehandelt. Bei den einzelnen Anfragen müsse geprüft werden, ob für die Nutzung der Parkflächen Ausschlusskriterien vorliegen. Dies sei beispielsweise der Fall, wenn Hauptverkehrsstraßen, Behindertenparkplätze oder Ladezonen vorhanden seien.

Zudem hänge die Größe der Außenflächen, des bisher als Auto-Parkplatz genutzten öffentlichen Raums, wiederum von der Größe des Betriebes ab. Ein kleiner Bäcker werde nicht plötzlich einen sehr großen Außenbereich nutzen können. Die Prüfung dauere noch an, daher werde die Nutzung der Parkplätze frühestens am Ende der ersten Juni-Woche möglich sein. Wenn öffentliche Flächen genutzt werden dürfen, werde dazu eine „verkehrsrechtliche Anordnung“ erlassen. Die Schilder oder Absperrungen der Flächen müssten die Gastronomiebetreiberinnen selbst beschaffen und aufstellen. 


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