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Der Bettenturm auf dem Charité-Campus in Berlin-Mitte. Xamax/dpa
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Forschung und Lehre an Berlins Universitätsklinik Diabetes-Spezialist wird neuer Dekan an der Charité

Die Charité besetzt den Spitzenposten mit einem Forscher aus dem eigenen Haus. Joachim Spranger ist ab Jahresende für 8000 Studenten verantwortlich.

Die Charité hat sich für einen neuen Dekan entschieden. Ab Jahresende wird Joachim Spranger die Fakultät leiten, er steht damit Forschung und Lehre an Europas größter Universitätsklinik vor. Spranger ist Professor für Endokrinologie und Diabetes-Spezialist.

Als Element der Wissenschaftsautonomie wählt der Fakultätsrat den Dekan. Dort setzte sich Spranger gegen einen externen Bewerber durch. Als Prodekan für Studium und Lehre gehört Spranger schon länger der Fakultätsleitung an. Wie berichtet, legt der amtierende Dekan, der 68-jährige Physiologe Axel Pries, sein Amt zum Jahresende 2022 nieder.

Als Chef der Fakultät, also des Wissenschaftsbetriebes des Großkrankenhauses, ist der Dekan formal für 2000 Forscher und mehr als 8000 Studenten zuständig. Insgesamt arbeiten auf den Charité-Standorten in Mitte, Wedding, Steglitz und Buch fast 20.000 Beschäftigte.

Spranger kam 2008 an die Charité und war zunächst als Professor für Diabetologie tätig. Am Dienstag teilte Spranger mit, er arbeite an einer künftigen Wissenschaftsstrategie: "Es wird erhebliche Anstrengungen erfordern, um interprofessionelle Lehrformate zwischen den unterschiedlichen Studiengängen und Ausbildungsberufen der Charité gut abzustimmen."

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Der Dekan gehört dem sechsköpfigen Charité-Vorstand an, dem wiederum der Pharmakologe Heyo Kroemer vorsteht. Kroemer sagte, die Hochschulklinik beabsichtige, mit Spranger "die Kooperationen der Charité auf nationaler und internationaler Ebene weiter voranzutreiben".

Auch in den ebenfalls landeseigenen Vivantes-Kliniken wird demnächst über zwei Spitzenposten entschieden. Vivantes-Finanzchef Eibo Krahmer hört nach dem Sommer auf, für ihn wird ein Nachfolger gesucht. Vivantes-Vorstandsvorsitzender Johannes Danckert wiederum ist derzeit "kommissarisch" im Amt, er dürfte vom Aufsichtsrat der Krankenhauskette demnächst als vollumfänglich auf seinem Posten bestätigt werden.

Charité und Vivantes-Kliniken versorgen zusammen 45 Prozent aller Berliner Krankenhauspatienten und sollen auf Wunsch des Senats enger kooperieren. Dem Charité-Aufsichtsrat sitzt die amtierende Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote (Grüne) vor, die auch dem Vivantes-Kontrollgremium angehört.

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