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Berlin beschafft tausende Tablets und stattet seine Lehrerinnen und Lehrer damit aus. Außerdem erhalten alle Lehrkräfte eine sichere dienstliche E-Mail-Adresse. (Symbolbild) Foto: Rolf Vennenbernd/picture alliance/dpa
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Finanzierung von Bund und Land Mehr als 10.000 Lehrkräfte bekommen noch vor den Ferien Tablets

Aufgrund der Pandemie-Erfahrung habe man die Dienstgeräte beschafft, sagt die Bildungssenatorin. Die GEW hatte zuletzt die fehlende Ausstattung kritisiert.

Mehr als 10.000 Berliner Lehrerinnen und Lehrer sollen in den knapp zwei Wochen bis zu den Sommerferien noch ein Tablet bekommen. Vorgesehen ist, insgesamt 37.000 Geräte auszugeben.

Die ersten davon übergab Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag an Lehrkräfte der Lina-Morgenstern-Gemeinschaftsschule in Kreuzberg. Die Geräte sind LTE-fähig und haben eine Videofunktion, wie die Bildungsverwaltung am Freitag mitteilte. Das Ziel sei, dass jede Berliner Lehrkraft ein digitales Endgerät erhält.

Aus dem Förderprogramm des Bundes „Digitalpakt Schule“ werden für Berlin fast 23.000 Geräte finanziert. Die Mittel für gut 14.000 weitere Geräte kommen nach Angaben der Bildungsverwaltung aus dem Landeshaushalt. Das digitale Lernen an den Berlin Schulen soll auf diese Weise einen neuen Schub erhalten.

In der jüngsten Vergangenheit hatte es etwa von der Gewerkschaft GEW immer wieder Kritik daran gegeben, dass viele Lehrkräfte für Unterrichtsvorbereitungen nur das private Notebook nutzen können.

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„Angesichts der Erfahrungen aus der Pandemie mit Wechselunterricht und schulisch angeleitetem Lernen zu Hause ist es nur folgerichtig, dass der Arbeitgeber den Lehrkräften nun auch ein digitales Dienstgerät zur Verfügung stellt“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Außerdem sollen alle Lehrkräfte eine eigene sichere Dienst-E-Mail-Adresse bekommen, so die Bildungsverwaltung. Bisher hätten viele Schulen ihren Lehrkräften eigene E-Mail-Adressen mit der Schul-Domain eingerichtet.

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Die Lina-Morgenstern-Gemeinschaftsschule gehört zu mehreren Schulen, die an dem auf drei Jahre angelegten Schulversuch „Hybrides Lernen“ teilnehmen werden. Dabei geht es der Bildungsverwaltung zufolge darum zu untersuchen, welche pädagogischen Elemente und digitalen Lernmöglichkeiten aus der Zeit der Corona-Pandemie im regulären Schulalltag und Unterricht verankert werden sollten. (dpa)

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