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Ehrung in Tempelhof-Schöneberg. Nach Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker wird ein Platz benannt. Mike Wolff, TSP
© Mike Wolff, TSP

Ehrung für Alt-Bundespräsidenten Berlin-Schöneberg erhält Richard-von-Weizsäcker-Platz

Kommende Woche wird der Kaiser-Wilhelm-Platz in Berlin-Schöneberg in Richard-von-Weizsäcker-Platz umbenannt. Die Initiative ging von den Grünen aus.

Richard von Weizsäcker wird künftig im Berliner Straßenbild geehrt. Der Schöneberger Kaiser-Wilhelm-Platz wird am kommenden Donnerstag nach dem 2015 verstorbenen CDU-Politiker umbenannt. Von Weizsäcker war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister in Berlin und von 1984 bis 1994 Bundespräsident, der vor allem nach seiner Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes in Europa am 8. Mai 1985 viel geachtet war.

Die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg beschloss die Umbenennung im Januar 2021. Die Initiative war von den Grünen ausgegangen, CDU und FDP hatten sich angeschlossen. Die SPD votierte mit der Begründung dagegen, die Benennung widerspreche dem Bestreben im Bezirk, Straßen vorrangig nach Frauen zu benennen und deren Verdienste damit im Straßenbild sichtbarer zu machen.

Eine weitere öffentliche Debatte gab es nicht. Es gab zwar Widersprüche gegen die Umbenennung. Gegen ihre Zurückweisung wurden jedoch keine weiteren juristischen Schritte eingeleitet. Allerdings sind auch nur wenige Gebäude an dem an der Hauptstraße gelegenen, schmucklosen Platz betroffen.

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Die neuen Schilder werden zum 24. März aufgestellt, die alte Benennung bleibt rot, aber noch lesbar durchgestrichen für sechs Monate erhalten, um die Neuorientierung auf die geänderte Adresse zu erleichtern.

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