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Viel Platz bekommen Radfahrer an den Kreuzberger Kanaluferstraßen. Foto: Jörn Hasselmann
© Jörn Hasselmann

Demonstrationen in sechs Bezirken Radfahrer fordern mehr Tempo beim Radwegbau in Berlin

Nach der Fahrrad-Demo ist in Berlin vor der Fahrrad-Demo. Am Freitag gehen Radfahrer für einen schnelleren Ausbau der Infrastruktur auf die Straße.

In sechs Bezirken wollen Radfahrer in Berlin am Freitag für mehr Tempo bei der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes demonstrieren. „Weshalb zögert der Senat? Weshalb blockieren die Bezirke?“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins Changing Cities, der aus der Berliner Initiative Volksentscheid Fahrrad hervorging.

"Um auf den 1400 Kilometern der Berliner Hauptverkehrsstraßen bis 2030 sichere Radverkehrsanlagen zu errichten, müsste der Senat ab jetzt täglich 400 Meter fertigstellen", schreibt der Verein weiter. Hinzu komme ein komplettes Nebennetz mit Fahrradstraßen, Parkhäusern und sonstiger Radinfrastruktur sowie etwa 100 Kilometer Radschnellverbindungen. "Zu tun gibt es also genug, und es wird nicht weniger. Die Verantwortlichen sollen also nicht länger ihre Untätigkeit oder ihr Versagen vertuschen, sondern endlich handeln", heißt es von Changing Cities.

In sechs Berliner Bezirken sind am Freitagnachmitttag Kundgebungen oder Demonstrationen angemeldet. Nach Angaben der Polizei werden bei den Veranstaltungen zwischen 50 und 200 Personen erwartet.

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Erst am vergangenen Wochenende wurde in Berlin in Sachen Verkehrspolitik demonstriert: Bis zu 20.000 Menschen nahmen bei der Fahrrad-Sternfahrt des ADFC unter dem Motto "Verkehrswende jetzt" teil. Zudem protestierten Umweltorganisationen gegen den Ausbau der Stadtautobahn und besetzten die A100-Baustelle.

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Die Fahrrad-Demos im Überblick:

Ragnhild Sørensen von Changing Cities sagte: „Es ist unerträglich, dass der rot-rot-grüne Senat es aller Voraussicht nach nicht schaffen wird, den entscheidenden Radverkehrsplan mit dem Radnetz in dieser Legislatur zu verabschieden. Es ist ein Skandal, dass ein selbst verabschiedetes Gesetz missachtet wird. Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass Politik und Verwaltung die notwendigen Klimaanpassungen durchführen – es geht um unser Überleben in einer lebenswerten Stadt.“

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