Repariert. Die zerstörten Kabel an der Bahntrasse zwischen Karlshorst und Wuhlheide sind mittlerweile wieder instandgesetzt. Foto: DAVIDS/Sven Darmer
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Brandanschlag auf S-Bahn in Berlin Bekennerschreiben offenbar echt

Das Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf die S- und Regionalbahn am Montag ist wohl keine Fälschung. Davon gehen Sicherheitskreise aus.

Das Bekennerschreiben zum Brandanschlag auf die S- und Regionalbahn in Karlshorst ist wohl echt. Das erfuhr der Tagesspiegel aus Sicherheitskreisen. Die Polizei bestätigte das auf Nachfrage. Am frühen Montagmorgen hatten zwei Feuer den Bahnverkehr zwischen Ostkreuz und Erkner lahmgelegt. Während die S-Bahn am Abend wieder rollte, dauerten die Reparaturen an den Anlagen für die Regionalbahn bis zum Dienstagmorgen an. Allerdings konnten die Arbeiten früher als erwartet abgeschlossen werden, sagte ein Bahnsprecher.

In einem Text auf der linksextremen Onlineplattform Indymedia hatte, wie berichtet, die „Vulkangrupppe OK“ die Tat für sich reklamiert. Unter Bezug auf die „Fridays for Future“-Bewegung hieß es, „zu einem richtigen Generalstreik gehören auch Blockaden und feurige Sabotageaktionen“. In sozialen Netzwerken wurden zunächst Zweifel an der Urheberschaft des Anschlags geäußert . So vermutete die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), eine bewusste Diskreditierung der „Fridays for Future“-Bewegung.

Gruppierungen mit Vulkan-Bezug im Namen

In der Vergangenheit hatte es wiederholt Brandattacken in Berlin gegeben, zu denen sich Gruppierungen mit Vulkan-Bezug im Namen bekannten. Bei einer Brandattacke auf Starkstromleitungen in Berlin-Charlottenburg im vergangenen März hatte sich eine Gruppierung mit dem Titel „Vulkangruppe NetzHerrschaft zerreißen“ auf indymedia bekannt. Zu einem Brandanschlag auf Stromkabel am Ostkreuz 2011 bekannte sich die Gruppierung „Das Grollen des Eyjafjallajökull“. Ob es sich dabei um eine oder mehrere Gruppen handelt, sei Teil der Prüfungen des Staatsschutzes, hieß es von der Polizei.

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