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Und weg damit. Hier der Betriebshof am Bahnhof Spandau. Foto: André Görke
© André Görke

Wenn der Müllhof überfüllt ist Berliner CDU-Politiker für Zeitfenster auf BSR-Höfen

Gedränge, Gehupe, Streit: Können Müllhöfe besser organisiert werden? Die BSR hat's geprüft - hier die Antworten.

Immer wieder Ärger im Berliner Norden. Die Zustände am BSR-Betriebshof in Berlin-Heiligensee sind, vorsichtig ausgedrückt, schwierig. Der BSR-Betriebshof im Bezirk Reinickendorf an der Straße Dachsbau, Ecke Ruppiner Chaussee, ist zu klein. Anders als beim Betriebshof in der Lengeder Straße können nur wenige Autos auf den Hof fahren.

Der Rückstau auf allen Seiten belastet nicht nur die Anwohner, er führt auch immer wieder zu gefährlichen Situationen. Hier ist eine Luftaufnahme.

Der Heiligenseer CDU-Abgeordnete Stephan Schmidt hat nun den Vorschlag gemacht, die BSR solle ein Zeitfenstersystem einrichten. Darüber hat jetzt der Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel berichtet.

Seine Idee: „Über ein Zeitfenstersystem lässt sich der Zustrom der Nutzer leichter kontrollieren. Stoßzeiten werden entzerrt und ein Rückstau sowie die damit einhergehende Verkehrsbeeinträchtigung rund um die Kreuzung Am Dachsbau/Ruppiner Chaussee dadurch vermieden."

"Zudem ermöglicht das System den Mitarbeitern des Recyclinghofes die effizientere Einplanung der notwendigen Containerwechsel und Sonderschließzeiten. Dies spart Zeit und Geld."

"Der Vorteil eines Zeitfensters liegt auch für die Nutzer des Recyclinghofes auf der Hand. Sie können den Hof innerhalb ‚ihres‘ Zeitfensters befahren, ohne zuvor im Stau gestanden zu haben. Das spart Zeit."

"Streitereien, wie sie derzeit an der Tagesordnung sind, weil Fahrzeuge sich, aus Richtung Ruppiner Chaussee kommend, an der langen Schlange der aus der Gegenrichtung kommenden Fahrzeuge vorbei auf den Hof „drängeln“, werden vermieden…“

Ich habe diesen Vorschlag an die BSR mit der Bitte um Prüfung weitergeleitet. Thomas Klöckner, Sprecher der BSR für Strategie, Organisation und Kommunikation hat sich das Thema angeschaut und dem Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel geantwortet.

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Er teilt mit, dass die BSR ähnliche Überlegungen auch schon angestellt habe, aber zu dem Schluss gekommen sei, dass diese Methode nicht funktioniert. Hier Details seiner Antwort:

  • 1.„Eine Zeittaktung von Kunden ist schwierig, da die Entladezeiten … stark variieren. Manche Kunden bringen Einzelteile und haben eine Entladezeit von ca. 2 Minuten, andere Kunden brauchen bis zu 20 Minuten, um einen Entladevorgang abzuschließen …
  • 2. Zeitfenster einzurichten ist sehr arbeits- und kostenintensiv, da hierfür zusätzliche Hard- und Software sowie Personalressourcen bereitgestellt werden müssten. …
  • 3. Die Information der Kunden über ein neu eingeführtes Zeitfenstersystem … hat eine lange Umstellungsphase zur Folge, in der Kunden sowohl mit Termin als auch ohne Termin den Hof anfahren. Die Kunden ohne Termin müssen dann abgewiesen werden, was am Einlass zu Unmut und längeren Diskussionen führen würde …
  • 4. Eine Verbesserung bei der Planung von Containerwechselzeiten können wir leider nicht erkennen, weil wir nicht voraussehen können, mit welchen Mengen und mit welchen Abfallfraktionen unsere Kunden zum Recyclinghof kommen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit müssen wir bei einem Containerwechsel den Recyclinghof vorübergehend schließen“.

[Dieser Text erschien zuerst im Reinickendorf-Newsletter vom Tagesspiegel. Sie - den lesen Sie in voller Länge unter leute.tagesspiegel.de]

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