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Auf den Buckower Feldern soll eines der klimafreundlichsten Bauprojekte der Stadt entstehen. Simulation: Bollinger Fehlig Architekten
© Simulation: Bollinger Fehlig Architekten

Klimafreundliches Bauprojekt in Süd-Berlin Diese Bietergemeinschaften bauen künftig auf den Buckower Feldern

Rund 900 Wohnungen sollen auf den ehemaligen Äckern entstehen. Ein Fünftel davon durch gemeinnützige Dritte – nun steht fest, an wen der Zuschlag geht.

Auf den Buckower Feldern entsteht derzeit eines der wohl nachhaltigsten Bauprojekte Berlins. Die Mehrheit der künftig rund 900 Wohnungen werden von der landeseigenen Stadt und Land gebaut. 

Drei Baugrundstücke gehen allerdings auch an gemeinnützige Dritte, mit denen nun die Verträge unterzeichnet wurden. Zuschläge erhielten die Bietergemeinschaft Bürgerstadt für ein Baufeld und die UCB Rot Buckow eG für zwei Baufelder. Mit den beiden Gemeinschaften hat die Stadt und Land nun Erbbaupachtverträge für jeweils 99 Jahre vereinbart.

Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt und Land, teilte dazu mit: „Unser dreistufiges Konzeptverfahren hat sich gelohnt. Wir haben in einem intensiven und strukturierten Prozess die besten Konzepte dauerhaft gemeinwohlorientierter Dritter für die betreffenden Baufelder finden können, die sowohl eine große soziale Kompetenz beinhalten, aber auch baulich hervorragend mit dem Gesamtkonzept für die Buckower Felder harmonieren.

Gemeinsam werden wir erreichen, dass die Buckower Felder einen guten Wohnungsmix für alle Altersgruppen und verschiedenste Lebenssituationen bieten.“

[Dieser Text stammt aus dem Neukölln-Newsletter vom Tagesspiegel. Den kompletten Newsletter gibt es kostenlos unter leute.tagesspiegel.de]

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An der Bietergemeinschaft Bürgerstadt ist unter anderem die gemeinnützige GLS Bank beteiligt. Geplant ist laut Vorstand Axel Rauenbusch ein „sozial-ökologisches Modellprojekt mit 100 Wohnungen in Holzbauweise in einem Ensemble mit fünf Häusern“. 

Dabei sollen „Generationen und soziale Schichten“ gemischt werden, unter anderem in einem Generationenhaus, einem Haus für junge betreute Mütter und Väter mit Kind und einem Haus für obdachlose Senior:innen. Weitere Infos zum Projekt „Greenfields Buckow“ gibt es hier.

Die Vorstände der UCB Rot Buckow eG, Robert Ostmann und Marlis Seedorff, kündigten ebenfalls an, Niedrigenergiehäuser in Holzbauweise bauen zu wollen. Geplant sei, „langfristig bezahlbaren, sicheren, inklusiven und selbstverwalteten Wohnraum herzustellen, der auch die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung aufnimmt“. Zu den Mitgliedern der UCB gehört unter anderem die Johannesstift Diakonie Behindertenhilfe.

Die beiden Bietergemeinschaften sollen rund ein Fünftel der geplanten Wohnungen errichten. An dem Verfahren für die drei Grundstücke hatten sich laut Angaben der Stadt und Land insgesamt 23 Genossenschaften, Stiftungen, gemeinnützige Vereine und Gesellschaften sowie andere Zusammenschlüsse von Gruppen beteiligt. Weitere Infos zum Bauprojekt Buckower Felder gibt es hier.

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