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Thai-Markt im Preußenpark: Einheimische wie Touristen schätzen das Streetfood-Angebot. Foto: Mike Wolff
© Mike Wolff

Berliner Streetfood-Attraktion Verein und Millionen-Investition sollen Thai-Markt endlich legalisieren

Der Streetfood-Verkauf im Wilmersdorfer Preußenpark ist beliebt, aber wurde nie genehmigt. Mithilfe eines Vereins will der Bezirk ein neues Konzept umsetzen.

Für die Zukunft des thailändischen Streetfood-Markts im Wilmersdorfer Preußenpark sind die Weichen jetzt gestellt. Als Betreiber hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf den Thailändischen Verein in Berlin ausgewählt, der sich im vorigen Dezember darum beworben hatte.

Außerdem wurden am Dienstag in einer Online-Tagung dreier BVV-Ausschüsse die Kosten- und Zeitpläne für einen Umbau der Grünanlage vorgestellt. Dabei geht es besonders, aber nicht nur, um den langjährigen Markt.

Dieser lockte bis zur vorläufigen Schließung in der Coronakrise viele Besucher aus ganz Berlin und Touristen an. Er war allerdings nie genehmigt worden, sondern anarchisch aus Treffen thailändischer Familien entstanden.

Seit Jahren wird über eine Legalisierung und Verkleinerung unter einem zentralen Betreiber diskutiert. Das bezirkliche Integrationsbüro lobt den Verein, weil er seit seiner Gründung im Jahr 1972 „sehr tief verwurzelt in der thailändischen Community“ sei. Auch einige der Händler:innen zählen zu den Mitgliedern, zum Vorstand sollen erfahrene Restaurantbetreiber gehören. Über den geplanten Vertrag wird noch verhandelt.

Künftig soll es 60 Streetfood-Stände auf einer neu gestalteten Fläche nördlich der Wiese im Preußenpark geben. Früher verkauften oft 100 und mehr Händler auf dem Rasen, der dadurch großenteils zerstört wurde. Bis zum Sommer 2022 will das Bezirksamt ein Multifunktionsgebäude mit einem Lager für die mobilen Stände, Toiletten und weiteren Nutzungsmöglichkeiten errichten. In diesen Neubau werden schätzungsweise 1,5 Millionen Euro investiert.

[Mehr zu den Plänen für den Thai-Markt gibt's am Freitag: Der Autor dieses Textes, Cay Dobberke, schreibt den Tagesspiegel-Newsletter für Charlottenburg-Wilmersdorf. Kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Hinzu kommen etwa 1,9 Millionen Euro für eine feste „Plattform“, die zum Marktplatz werden soll. Darüber hinaus lautet das Ziel, den gesamten Preußenpark „bürgerfreundlicher“ zu gestalten. Dafür stehen weitere Mittel zur Verfügung – darunter voraussichtlich 3,3 Millionen Euro aus einem Förderprogramm des Bundes für Klimaschutzmaßnahmen in Grünanlagen.

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