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Viele junge Menschen haben sich in den vergangenen Monaten bei der Betreuung von ukrainischen Geflüchteten engagiert - wie hier am Berliner Hauptbahnhof. Die 15. Berliner Freiwilligenbörse will in diesem Jahr gezielt Jugendliche ansprechen. Foto: IMAGO/Stefan Trappe
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Berliner Freiwilligenbörse "Raus ins Leben"

Die 15. Freiwilligenbörse findet diesmal nicht im Roten Rathaus, sondern in den Bezirken statt - erreicht werden sollen dadurch mehr Jugendliche.

Die Berliner Freiwilligenbörse geht neue Wege. Nach vielen Jahren, an denen die Börse im Roten Rathaus stattfand, heißt es nun „lokal & digital“. Mit einem dezentralen Konzept unter dem Motto „Sommer 2022 – Deine Zeit“ möchte die 15. Berliner Freiwilligenbörse bei drei Terminen in den Bezirken vor allem junge Menschen niedrigschwellig ansprechen. Zugleich werden Angebote für einen freiwilliges Engagement berlinweit online präsentiert, hieß es zur Eröffnung der Veranstaltungsreihe. Die Veranstalter möchten mit diesem Angebotsmix noch mehr Menschen - und vor allem Jugendliche - für ein ehrenamtliches Engagement begeistern. 

Schirmherrin der Veranstaltung ist die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey. Jugendliche lassen sich für ein Engagement begeistern und entwickelten schon jetzt viele Ideen für die Stadt, freut sich Engagements-Staatssekretärin Ana-Maria Trăsnea über den Ansatz, in die Kieze zu gehen, in denen Jugendliche aktiv sind.

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Die Zusammenarbeit mit bezirklichen Partner-Organisationen soll die engagement- und demokratiepolitische Wirkung steigern, betonte Carola Schaaf-Derichs, Geschäftsführerin der Landesfreiwilligenagentur Berlin: „Gerade in Krisenzeiten wie diesen ist der soziale Zusammenhalt nötiger denn je, und Bürgerschaftliches Engagement kann genau dies leisten.“ Mit dem neuen Format wolle man "raus ins Leben" in die Kieze gehen, so Schaaf-Derichs. Die Berliner Freiwilligenbörse ist eine Veranstaltungsreihe, die von der Landesfreiwilligenagentur Berlin organisiert und von der Senatskanzlei gefördert wird.

Insgesamt gibt es drei Präsenz-Veranstaltungen. Die erste Freiwilligen-Börse findet am Samstag, dem 02.07. von 13 bis 18 Uhr in Treptow-Köpenick im Rahmen der youthCON`22 im FEZ in Köpenick statt. Das Sommerfestival „youthCON 22“ mit Workshops und Diskussionsrunden zu den Themen Nachhaltigkeit, Diversität, Diskriminierung, Demokratiebildung und politische Beteiligung richtet sich vor allem an junge Menschen. Partner ist dort die Freiwilligenagentur Sternenfischer aus Treptow-Köpenick. 

Zweiter Börsen-Termin ist Samstag, 9. Juli, von 10 bis 18 Uhr am Tempelhofer Hafen. Mitte September folgt ein dritter Börsen-Termin im Bezirk Neukölln in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zukunft Berlin und dem Integrationsbeirat. Dabei stehen jeweils Vertreter*innen diverser Organisationen zu persönlichen Gesprächen bereit. Besucher*innen können so das vielfältige Spektrum von ehrenamtlichen Tätigkeiten in Berlin kennenlernen. Das Angebot reicht vom Engagement im Bereich Kultur und Bildung über Natur und Technik bis zu Soziales und Sport. So ist ein freiwilliger Einsatz im Repair Café ebenso möglich wie im Konzerthaus oder im Altersheim.

Zugleich präsentieren sich über 80 Organisationen, die engagierte Freiwillige suchen, im Netz unter https://berliner-freiwilligenboerse.de. Die Online-Plattform gibt von A bis Z einen Überblick über Engagement-Angebote, über mögliche Kurzzeit-Einsätze oder Projekte der Ukraine-Hilfe. 

Das dezentrale Konzept soll darauf reagieren, dass junge Menschen in der Vergangenheit nicht unbedingt von allein den Weg ins Rote Rathaus gefunden haben. Der Besuch setzte vielmehr schon ein deutlich vorhandenes Interesse voraus. Überrepräsentiert waren auf den Freiwilligenbörsen deshalb vor allem die älteren Berliner*innen. Doch viele Organisationen klagen zunehmend über einen Mangel an Nachwuchs. Der wurde noch verstärkt durch die beschränkten Einsatzmöglichkeiten in den zwei Jahren der Corona-Pandemie. 

Der Mix aus Online-Börse und Kiez Events für junge Menschen soll nun helfen. Gerade junge Menschen, die sich bislang noch nicht engagieren oder Kontakt zu Engagierten hatten, sollen so erreicht werden. „Um schwer erreichbare Gruppen in der Stadtgesellschaft und vor allem junge Menschen anzusprechen, braucht es mehr: Kurze Wege, Lokalkolorit, Vor-Ort-Ansprechpartner*innen, thematisch ausgewählte Engagement-Angebote und nachhaltiges Beratungsangebot durch lokale Anlaufstellen in den Kiezen sowie Online-Angebote“, betonen die Organisatoren: „Über die Angebote der Freiwilligen-Börse können sie herausbekommen, was sie wirklich bewegt im Leben, was sie interessiert und was ihren Alltag bereichert.“ Diese Idee soll sich auch durch das Motto der Freiwilligenbörse ausdrücken: „Sommer 2022 – DEINE ZEIT!“

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