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Mit diesem Foto fahndete die Bundespolizei nach dem Hund. Foto: Bundespolizeidirektion Berlin
© Bundespolizeidirektion Berlin

Berliner Bundespolizisten fassen Dieb Hündin Rosemarie am Ostbahnhof gestohlen – und gerettet

Rosemarie war vor einem Geschäft im Ostbahnhof angeleint, als ein Dieb sie mitnahm. Überwachungsvideos brachten die richtige Spur. Nun ist sie wieder daheim.

Die Bundespolizei hat in Berlin einen Hundedieb gefasst – und die gestohlene Hündin Rosemarie gerettet. Am Freitagnachmittag meldete sich die Hundehalterin bei der Bundespolizei am Ostbahnhof. Sie hatte ihren Hund im Untergeschoss des Bahnhofs neben der Rolltreppe vor einem Supermarkt angeleint.

Die Bundespolizeidirektion Berlin meldete dann bei Twitter: Zeuge gesucht. Ein Unbekannter hatte den Vierbeiner gestohlen. Die Beamten posteten auch ein Foto: Die schwarze Hündin habe eine auffällige weiße Vorderpfote.

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Am Sonnabendnachmittag dann konnte die Bundespolizei einen ersten Ermittlungserfolg vermelden. Eine Auswertung der Aufnahmen einer Überwachungskamera habe ergeben, dass der Dieb das Tier mit sich gezerrt und den Bahnhof über den Hauptausgang verlassen hatte.

Auch eine Personenbeschreibung zu dem Dieb lieferte die Bundespolizei mit. Der Dieb habe einen weiß-schwarz karierten Hut, eine dunkle Jacke, einen roten Pullover sowie kurze helle Hosen und helle Turnschuhe getragen.

Bereits am Sonnabend gegen 20 Uhr war die Fahndung erfolgreich: Bundespolizisten haben den Angaben zufolge am Ostbahnhof den Dieb wiedererkannt „Kurz nach 20 Uhr erfolgte die Festnahme des polizeibekannten 34-jährigen Polen“, meldete die Behörde. Er sei bereits durch Eigentums- und Rohheitsdelikte aufgefallen. Und der Hund sei „wieder zu Hause in Friedrichshain.“

Ein Twitter-User postete noch ein – offenbar von der Besitzerin aufgenommenes – Foto des Hundes, eingekuschelt in einer Decke. Rosemarie, der Hund, sei wieder zurück. Ein Sprecher der Bundespolizei erklärte, der Hund sei in Erkner aufgefunden worden. Wie er wieder zu seiner Besitzerin gekommen ist, war am Sonntag noch unklar.

Auf dem Instagram-Foto erklärte die Besitzerin: „Nette Leute haben sie gefunden.“ Sie gehe davon aus, dass der Dieb die Hündin losgelassen oder Rosemarie sich losgerissen habe. Die Hündin habe kein Halsband und keine Leine mehr gehabt. „Keine Worte können beschreiben, wie glücklich wie sind, dass wir sie zurück zu Hause haben“, erklärte die Besitzerin.

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Es gab aber auch Kritik von Usern. Sie mahnten, dass Hunde nicht vor Geschäften angeleint werden sollten. Es komme leider viel zu häufig vor, dass dann Hunde „weggezerrt“ werden. Der bekannteste Fall in Berlin ist der Jack Russell Terrier Oskar. Am 9. September hatte ein Junge vor einer Drogerie in Pankow den Hund gestohlen und in Kreuzberg wieder freigelassen. Durch die sozialen Medien wurde die Suche nach Oskar schnell in Berlin und darüber hinaus bekannt. Die Mutter der Besitzerin hatte den Hund mit zum Einkaufen genommen und vor einer Drogerie in Pankow angeleint. „Es waren nur vier Minuten. Als sie wieder aus dem Laden kam, war Oskar weg“, berichtete Friederike Brandts.

Um dem Hund die Suche nach dem Heimweg zu erleichtern, hatte die Besitzerin unter anderem Duftspuren gelegt. So zog sie unter anderem ein T-Shirt von sich auf bestimmten Wegen an einem Band auf dem Boden entlang, damit der Hund den Geruch aufnehmen und verfolgen kann. Auch ein Spürhund war bereits mehrfach im Einsatz.

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