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Nach dem Nachfrageschub nach Hunden, Katzen und anderen Haustieren in der Corona-Krise sehen sich Tierschützer mit dem Ende der Pandemie mit einer Abgabewelle konfrontiert. Foto: Marcus Brandt/dpa
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Befürchtungen sind wahr geworden Berliner Tierheime füllen sich mit „Corona-Hunden“

Viele Menschen haben sich während der Hochphase der Pandemie Haustiere angeschafft. Nun werden immer mehr dieser Vierbeiner in Tierheimen abgegeben.

Was Tierschützer:innen befürchtet haben, zeichnet sich nun in der Realität ab: Immer mehr Tierheime nehmen Hunde oder Katzen auf, die während der Corona-Pandemie als Trost in der Einsamkeit übers Internet, beim Züchter oder im Zoofachhandel angeschafft wurden.

„Wir haben schon mehr als 60 Welpen aufgenommen, mit denen Menschen während der Pandemie etwas kompensieren wollten“, sagt Beate Kaminski vom Tierheim Berlin. Das Tierheim habe aktuell keinen Platz mehr für Kleintiere wie Kaninchen, die leicht zu bekommen sind und mit denen Kinder während der Isolation getröstet werden sollten.

Auch Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, rechnet noch „mit einer Flut von Neuaufnahmen“. Während die meisten Tierheime in der Corona-Zeit dank der großen Nachfrage viele Schützlinge in gute Hände vermitteln konnten, sei nun eine entgegengesetzte Entwicklung zu beobachten.

(Wer Tierheime unterstützen will, die jetzt mehr Kosten und Aufwand haben, erhält Infos etwa zu Spendenmöglichkeiten unter: www.tierheime-helfen.de.)

Die Heime füllten sich langsam, aber stetig. Erste Tierheime haben einen Aufnahmestopp verkündet. Um Rückgaben von adoptierten Tierheimtieren handele es sich aber selten, da würden die künftigen Halter:innen intensiv überprüft.

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Vielmehr gehen die Tierschützer:innen davon aus, dass viele Tiere als „Pandemie-Projekt“ angeschafft wurden, ohne die dauernde Verpflichtung dem Lebewesen gegenüber einzuplanen. Es würden auch Tiere ausgesetzt.

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