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Eine Show im Friedrichstadt-Palast. (Archivbild) Foto: Tobias Schwarz/AFP
© Tobias Schwarz/AFP

Ausnahmen für Sport- und Kulturevents Diese neuen Corona-Regeln gelten in Berlin ab 28. Dezember

Berlin will seine Ausnahmeregeln beibehalten: Alba-Spiele und Varietés sollen weiter mit Zuschauern laufen. Was der Senat außerdem beschlossen hat.

Der Berliner Senat hält an Ausnahmen für Großveranstaltungen im Sport- und Kulturbereich fest. Das verkündete Berlins neue Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Donnerstag nach einer Sitzung des Senats. Man wolle „maßvoll, verhältnismäßig und wirksam“ auf die pandemische Lage reagieren, sagte Franziska Giffey in einem Statement. 

Ansonsten wurde die Berliner Corona-Verordnung an die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz von Dienstag angepasst. Die neuen Regeln sollen ab dem 28. Dezember gelten.

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Eigentlich hatte die Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag auch ein Zuschauerverbot bei „überregionalen Großveranstaltungen“ beschlossen. Berlin will aber weiterhin Zuschauer zulassen und seine Ausnahmeregeln beibehalten. Sie gelten nur für Veranstaltungen mit Hygienekonzept und technischer Belüftung.

Dort soll dann 2G-plus gelten – künftig heißt das: genesen oder geimpft plus FFP2-Maske und einem negativen Test. Die maximale Besucherzahl wurde auch im Sport auf 2000 in geschlossenen Räumen und bis zu 3000 im Freien herabgesetzt.

Von den Ausnahmeregeln profitieren in den kommenden Tagen und möglicherweise Wochen etwa der Friedrichstadtpalast, der Varietés veranstaltet. Außerdem die Bundesligaclubs Alba Berlin und Berliner Eisbären, die Spiele vor mehr als tausend Zuschauern in Berlin austragen möchten.

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Verschärfte Kontaktbeschränkungen in Berlin

Verschärft wurden die Kontaktbeschränkungen in Berlin. Die Personenobergrenze für private Veranstaltungen und Zusammenkünfte wird auf zehn Personen herabgesetzt, für Geimpfte und Genesene – drinnen und draußen. Damit haben sich für viele auch die geplanten Silvesterfeiern erledigt. Die Regeln für Ungeimpfte bleiben gleich. Sie dürfen nur einen anderen Haushalt treffen.

Es wird für Silvester, wie im vergangenen Jahr, ein Ansammlungsverbot an 53 Orten der Stadt verhängt und auch ein Verbot des Abbrennens von Feuerwerk. Dazu gehören etwa die Altstadt Spandau, das Brandenburger Tor, der Bereich am Frankfurter Tor und eine Zone am Gesundbrunnen. In drei weiteren Bereichen am Alexanderplatz, am Steinmetzkiez in Schöneberg und rund um die Justizvollzugsanstalt Moabit ist das Zünden von Feuerwerkskörpern ebenfalls verboten.

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Verboten bleiben öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen in Innenräumen und 1000 im Freien – abgesehen von den genannten Ausnahmen. „Tanzlustbarkeiten“ in Clubs oder anderen Räumen bleiben untersagt. Die neuen Regeln gelten bis zum 28. Januar.

Gute Fortschritte verkündete Franziska Giffey beim Impfen. Inzwischen seien 75 Prozent der Berlinerinnen und Berliner zumindest einmal geimpft. Insbesondere in den vergangenen Tagen hätten sich wieder mehr Menschen erstimpfen lassen. 1,7 Millionen Berliner seien außerdem bereits geboostert. Damit liege Berlin auf Platz vier im bundesweiten Ländervergleich.

Die Regierende Bürgermeisterin sieht Berlin für die bevorstehende Omikron-Welle gewappnet. Sie habe sich mit der neuen Innensenatorin Iris Spranger (SPD) dazu beraten: „Wir sind in Berlin auf eine Ausfallquote von 30 Prozent beim Personal der kritischen Infrastruktur eingestellt.“ Am Donnerstagnachmittag wollte Giffey zudem mit Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) ein Strategiegespräch führen.

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