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Schlaf, Bärchen, schlaf. Einmal die Elefanten ins Land der Träume singen, einmal Sandmännchen spielen bei Pit und Paule? In Berlin haben Tier-Enthusiasten jetzt die Möglichkeit dazu. Immer donnerstags und freitags bleiben Zoo und Tierpark in den Ferien bis 21 Uhr geöffnet. Fotos: Paul Zinken/dpa, Marc Scharping/dpa (2) Foto: picture alliance/dpa/Tierpark Be
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Abendbrot mit Pandas Tierpark und Zoo in Berlin verlängern während der Ferien die Öffnungszeiten

Den Tigern beim Schwimmen zuschauen und zum Sonnenuntergang ein Selfie mit den Flamingos: Während der Sommerferien kann man die Tiere bis 21 Uhr beobachten.

Einmal Sandmännchen spielen bei den Löwen und den Tigern. Die Giraffen in den Schlaf singen. Und den Eulen zur guten Nacht tief in die bernsteinfarbenen Augen schauen. Klingt wie ein Kindertraum nach einschlägiger Bilderbuchlektüre. Tatsächlich kann man der Sache in den nächsten Wochen aber ziemlich nahe kommen. Immer donnerstags und freitags bleiben Zoo und Tierpark bis 21 Uhr geöffnet. Damit ergeben sich auch für Stammgäste neue Möglichkeiten, die Tiere zu erleben.

Gänsehauterlebnis mit einer Löwin

Viele sind nämlich tagsüber ziemlich faul. Löwen und Tiger liegen meistens einfach in der Sonne herum und schlafen. Erst wenn die Dämmerung naht, beginnen sie mit ihren gemächlichen Streifzügen durchs Gehege. Besucher sind dann eine willkommene Abwechslung für sie, eine Art Abend-Show. „Sie lieben es, die Gäste zu beobachten“, erzählt Sprecherin Philine Hachmeister, die selbst schon mal ein Gänsehauterlebnis hatte, als eine Löwin direkten Blickkontakt mit ihr aufnahm. Auch wenn ein Graben dazwischen ist, schlagen die Urinstinkte Alarm.

Die Schlafnester der Orang Utans

Vermeiden sollte man den direkten Blickkontakt bei den Gorilla-Männchen, empfiehlt sie. Selbst wenn sich am Abend auch dafür gute Chancen bieten, reagieren die nicht so amüsiert, weil sie das Spiel „Wer zuerst wegschaut“ als Machtkampf empfinden und das auf einem Terrain, auf dem eigentlich sie die Herren im Haus sind. Auch große, lange Foto-Objektive stimmen sie eher mürrisch. „Da wenden sie sich dann rasch ab.“ Dann lieber den Orang-Utans zuschauen, die sich jeden Abend aus Jute und Holzwolle kuschelige Schlafnester bauen. Vielleicht kann man ja was lernen.

Unterhaltung im Zoo ist oft gegenseitig. Foto: picture alliance/dpa/Zoo Berlin Vergrößern
Unterhaltung im Zoo ist oft gegenseitig. © picture alliance/dpa/Zoo Berlin

Binturongs auf dem Klettergerüst

Die Tiger schlafen ebenfalls tagsüber oft, gern zurückgezogen in ihrer Höhle. Abends aber kann man im Tierpark bei den Sumatratigern den Vierlingen beim Spielen und Schwimmen zuschauen. Im Zoo kauen die Pandabären derweil lange an ihrem Abendbrot herum, Bambusstange für Bambusstange. Bis zu zwei Stunden Zeit nehmen sie sich für ihr veganes Mahl. Seelöwen und Seehunde sind von Natur aus neugierig. „Sie freuen sich auch, wenn ihre Routine unterbrochen wird, und sie am Abend Besucher bestaunen können“, erzählt Philine Hachmeister.

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Indonesische Binturongs erobern abends gern ihr Klettergerüst. Da kann man sie dann beim Herumturnen und Balancieren beobachten. Die Eulen, die tagsüber am liebsten mit geschlossenen Augen ruhen, kann man in der Dämmerung schon mal beim Fliegen beobachten. Zwar transportieren sie im Zoo keine Briefe wie Hedwig bei „Harry Potter“. Aber mit ein bisschen Glück erwischt man einen Blick in ihre schönen Augen. Ganz ohne hohen Gruselfaktor.

Wasserspielplatz mit Musik

Wie die Menschen lieben es die Elefanten, bei schönem Sommerwetter abends draußen zu essen. In den kommenden Wochen kann man ihnen beim Schmausen auch mal zuschauen. Üblicherweise bekommen die vegetarischen Tiere ihr abendliches Heu im Stall serviert. Für die Besucher gibt es direkt am Wasserspielplatz im Tierpark Abendbrot im Strandkieker, im Zoo wartet die Waldschänke nahe dem Kletterpfad. An den langen Öffnungstagen bekommt man hier bis 21 Uhr etwas zu essen und zu trinken, und musikalische Untermalung gibt es dazu.

Hinterteil als Kissen

Bis tief in die Nacht kann man leider nicht bleiben. Philine Hachmeister führt die fehlende Beleuchtung und die Stolpergefahr als Gründe an. Das minimiert die Chance, einer Giraffe beim Tiefschlaf zuzusehen, der normalerweise nur ganz kurz anhält. Dann legen die langhalsigen Tiere nämlich ihre Köpfe auf die Hinterteile, die ihnen als Kissen dienen. Den kürzesten Schlaf haben die Zebras. Sie brauchen kaum mehr als vier Stunden. Man sieht sie schon mal mit hängendem Kopf dösen.

Spiele am Abend erfrischend und labend. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral Vergrößern
Spiele am Abend erfrischend und labend. © picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Kamele auf dem Foto

Fürs Urlaubsgefühl mag mancher den Tierpark bevorzugen, weil der fünfmal größer ist als der Zoo und nicht in gleicher Weise von der Stadtkulisse, den zahlreichen Hochhäusern der City-West, umgeben ist. Beliebte Fotomotive sind die Kamelherden auf ihren grünen Weiden. In der Abendsonne leuchten aber auch die rosaroten Flamingos besonders schön und laden zu Selfies mit exotischem Hintergrund ein.

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