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In Berlins Schulen wurde die Maskenpflicht bis Anfang Oktober verlängert. Foto: Matthias Balk/dpa
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1,8 Millionen Tests für Kitas beschafft An Berlins Schulen gilt die Maskenpflicht nun bis 3. Oktober

Senatorin verkündet Maßnahmen in Schulen und Kitas: Masken im Unterricht bleiben, weitere Filter wurden geliefert, pro Kita-Kind gibt's zwei Tests pro Woche.

Die Maskenpflicht an Berliner Schulen wird bis zum 3. Oktober verlängert. Das bestätigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Sitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag.

Sowohl der Hygienebeirat als auch die Runde mit den Amtsärzten hätten getagt, sagte die SPD-Politikerin – dabei sei man sich über die Verlängerung einig gewesen. Demnach könnten Schülerinnen und Schüler bis zu den Herbstferien nur eine Woche ohne Maske in der Schule verbringen. Die Herbstferien gehen vom 11. bis zum 23. Oktober.

Am 20. September soll die Frage der Maskenpflicht allerdings in einer weiteren Sitzung des Hygienebeirats erneut erörtert werden.

Auf Nachfrage erklärte Scheeres, dass derzeit bereits die vierte Tranche Luftfilter an die Schulen ausgeliefert werde. Bis Ende September wird die Anzahl der Geräte bei 11.000 liegen. 10.000 weitere Filter sollen in einer fünften und sechsten Tranche auch mit Bundesmitteln bestellt und bereitgestellt werden.

Im Sportunterricht darf es wieder enger zugehen

Es gibt zudem eine Neuregelung, die den Sportunterricht betrifft: Den Angaben der Bildungsverwaltung zufolge können ab sofort zwei Klassenverbände auch in einer 500 Quadratmeter großen Turnhalle gemeinsam Sport machen. Bisher war dies nur auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern erlaubt.

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Scheeres sagte außerdem, dass im Einvernehmen mit der Finanzverwaltung nun 1,8 Millionen Tests für den Kitabereich zur Verfügung gestellt würden. Damit könne jedes Kita-Kind zweimal in der Woche getestet werden. Die Testdurchführung liege in der Verantwortung der Eltern.

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Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bekräftigte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus ihre Entscheidung, Kinder, die Kontakt zu mit Corona infizierten Mitschülern gehabt hätten, fünf Tage in Quarantäne zu schicken. Das Positionspapier der Berliner Amtsärzte mit der Forderung, die Quarantänepflicht vollständig aufzuheben, habe zu großer Verunsicherung geführt. „Das bedauere ich sehr“, sagte Kalayci.

Zwar seien Vorschläge auch weiterhin erwünscht. Die Strategie sei aber Sache der Gesundheitsverwaltung, nicht der Ärzte. Die Zahlen hätten gezeigt, dass eine Infektion meist in den ersten fünf Tagen auftrete, erläuterte Kalayci. Danach bestehe noch ein Restrisiko, was man aber durch Tests, Maskenpflicht und Lüften klein halten könne.

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