Steven Marshall machte ein überragendes Spiel gegen Düren Foto: Kai-Uwe Heinrich
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Volleyball Die BR Volleys suchen Wege aus der Routine

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Die Saison verläuft bislang stockend für die BR Volleys. Das soll sich nun ändern - weil Konkurrenz das Geschäft belebt.

Im Sport und grundsätzlich in der Berufswelt ist das mit den eingespielten Teams so eine Sache: Ihre Abläufe sind zwar häufig reibungslos. Dafür aber verstellen die festgefahrenen Routinen mitunter den Blick für neue Ideen.
Beim amtierenden Deutschen Meister der Volleyball-Bundesliga, den BR Volleys aus Berlin, ist es seit vielen Jahren gängige Praxis, dass im Angriff die beiden großen, extrem schlagkräftigen Paul Carroll oder Robert Kromm gesucht werden.

Am Mittwoch aber, als die Volleys im Pokal-Achtelfinale in eigener Halle Gegner Düren nach einem 0:2-Satzrückstand noch besiegten, waren es nicht Kromm oder Carroll, die die meisten Punkte erzielten. Sondern der überragende Steven Marshall (22) sowie Mittelblocker Graham Vigrass (15). Im Viertelfinale wartet nun Herrsching.

„Personelle Konstanz hat viele Vorteile“, sagt Volleys-Manager Kaweh Niroomand. „Aber sie sorgt auch dafür, dass dem Gegner unser Spiel bekannt ist. Wir müssen vielleicht unser etwas festgefahrenes Spiel auflösen.“

Erkenntnis nach dem Spiel gegen Düren: Pujol kann helfen

Offenbar ist Volleys-Trainer Luke Reynolds bereit, an ein paar festgedrehten Schräubchen im zuletzt stockenden Spiel der Volleys zu drehen. Gegen Düren bekam Zugang Kyle Russell viel Spielzeit und ersetzte über längere Phasen Carroll. Russell überzeugte, machte zwölf Punkte. „Er hat eine unglaublich positive Energie“, sagt Niroomand.

Ähnliches gilt wohl für Pierre Pujol. Erst vor wenigen Tagen hatten die Volleys die Verpflichtung des Zuspielers bekannt gegeben. Der Franzose ist 33 Jahre alt und hatte zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen. Deswegen war schon die Frage aufgekommen, inwieweit der Europameister von 2015 den Volleys helfen sollte.

Die Antwort gab Pujol bei seinem ersten Einsatz: er kann sehr helfen. „Er ist pfiffig und schnell und gibt unserem Spiel eine andere Erscheinungsform“, sagt Niroomand.

Auch am Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen Lüneburg (16 Uhr) möchten die Volleys nicht in ihre alten Routinen verfallen. „Die spielen soliden Volleyball und können an einem guten Tag auch die Favoriten schlagen“, warnt Manager Niroomand.

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