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© REUTERS

Unfall mit selbstfahrendem Auto: Tesla. Der Mensch ist schuld

Tesla-Chef Elon Musk ist erleichtert. Der tödliche Unfall mit dem selbstfahrenden Auto ist nicht auf technisches Versagen, sondern auf menschliche Faktoren zurückzuführen.

Bei der Untersuchung des tödlichen Unfalls mit einem selbstfahrenden Tesla-Auto haben die US-Verkehrsaufsichtsbehörden kein technisches Versagen feststellen können. Es sei kein Defekt in den Sicherheitssystemen des Autos einschließlich der Notbremsvorrichtung gefunden worden, erklärten das Verkehrsministerium in Washington und die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Donnerstag. Die Untersuchung sei abgeschlossen. Tesla-Chef Elon Musk zeigte sich erleichtert.

Bei dem Aufsehen erregenden Unfall war im Mai der Fahrer eines Model S von Tesla ums Leben gekommen. Sein auf Autopilot gestelltes Auto hatte nicht abgebremst, als ein Lkw vor ihm auf einer Kreuzung die Straße passierte. Das Unglück in Florida galt als erster tödlicher Unfall mit einem selbst fahrenden Auto.

NHTSA-Sprecher Bryan Thomas sagte, bei dem tödlichen Unfall habe "eine Reihe menschlicher Faktoren" eine Rolle gespielt. So sei die Selbstfahrvorrichtung nicht so angewandt worden wie vorgeschrieben. Der Fahrer habe sieben Sekunden Zeit gehabt, um nach Auftauchen des Lkw zu handeln.

Fahrer überschätzen die Fähigkeit des Autos

Thomas kritisierte, dass die Selbstfahrvorrichtung als "Autopilot" vermarktet werde. Dies könne Fahrer dazu verleiten, die Leistungsfähigkeit dieser Funktion zu überschätzen.

Es müsse klar gemacht werden, dass auch ein auf Selbstfahrfunktion eingestelltes Auto "die andauernde und volle Konzentration des Fahrers" erfordere, forderte Thomas. Der Fahrer müsse stets bereit zum aktiven Eingreifen sein, um einen Unfall zu verhindern. Die Technik müsse "mit Blick auf den unaufmerksamen Fahrer" weiterentwickelt werden, um Sicherheit zu gewährleisten.

Durch das entlastende Ergebnis der sechs Monate langen Untersuchung bleibt Tesla ein Rückruf erspart. Gründer Elon Musk bezeichnete den Bericht auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter als "sehr positiv". (AFP)

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