Der Namensgeber für den seit 2005 vergebenen Preis: Franz von Mendelssohn (1865 bis 1935), ehemaliger Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer. Foto: IHK Berlin
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Mendelssohn-Medaille 2017 Berlins Kammern suchen engagierte Betriebe

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Die Berliner Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer verleihen in diesem Jahr zum zwölften Mal ihre „Franz-von-Mendelssohn-Medaille“.

Die Kammern suchen wieder Unternehmen, die „in herausragender Weise gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, wie es in einem Aufruf heißt. Die Kammern suchen Betriebe mit Sitz in Berlin, die sich durch finanzielle oder materielle Unterstützung sozial engagieren sowie durch gesellschaftlich vorbildliches Unternehmertum zum Nachahmen anregen.
Die Medaille ist dem ehemaligen Berliner und IHK-Präsidenten Franz von Mendelssohn gewidmet. Der stand an der Spitze der Kammer von 1914 bis 1931 und starb 1935. Der Jurist und Bankier galt als großer Förderer der Kunst und Wissenschaft und besonders engagiert für Wohlfahrtsprojekte. Seit 2005 erinnern die Präsidenten der beiden Kammern der Berliner Wirtschaft mit dem Preis an ihren Ehrenpräsidenten.

Bis zu 5000 Euro Preisgeld

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury aus Vertretern der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Kriterien sind Beispielhaftigkeit des Engagements, Kreativität, Nachhaltigkeit und der Aufwand im Vergleich zur Unternehmensgröße. Die Sieger erhalten neben der Medaille ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro, Zweit- und Drittplatzierte erhalten 3000 Euro beziehungsweise 2000 Euro. Die Auszeichnungsveranstaltung findet am 12. Oktober statt.

Verleihung der Franz-von-Mendelssohn-Medaille 2015: Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz (links), der damalige IHK-Präsident Eric Schweitzer und Preisträgerin Ute Weißgerber-Knop, Inhaberin der Firma Firma Weissgerber Lesezirkel. Foto: Thilo Rückeis
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„In Berlin engagieren sich bereits eine Menge Unternehmen, sei es durch die Unterstützung eines Sportvereins, durch Initiativen im Kampf gegen AIDS oder auch durch den Bau eines Spielplatzes. Allerdings äußert sich dieses Engagement oftmals im Verborgenen, weil es für die Firmen selbstverständlich ist, zu helfen – und das zum Teil schon seit vielen Jahren“, sagte Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz. Die Unternehmen ließen sich eine Menge einfallen, um benachteiligten Menschen zu helfen. In der Jury sei man jedes Mal verblüfft über die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements.

Gesucht werden nicht die größten Spender

„Ehrenamtliches Engagement hat ja in der Wirtschaft eine lange Tradition – denken Sie nur an die Idee vom 'Ehrbaren Kaufmann', der schwächeren Menschen hilft. Dieses Bewusstsein ist bei den meisten Berliner Unternehmen tief verwurzelt", fügte Schwarz hinzu. "Mit der Mendelssohn-Medaille wollen wir zeigen, dass es gar nicht um den Millionenscheck geht, sondern dass Engagement keine Frage der Unternehmensgröße ist.“

Seit 2005 vergeben Berlins IHK und HWK (fast) jedes Jahr Exemplare der Franz-von-Mendelssohn-Medaille. Foto: Christian Kruppa/IHK Berlin (promo)
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IHK-Präsidentin Beatrice Beatrice Kramm ergänzte: „Unternehmen tragen eine hohe Verantwortung, die beispielsweise einen bewussten Umgang mit Ressourcen und Lieferketten erfordert. Wir wollen dieses Engagement vieler Berliner Unternehmen mit der Medelssohn-Medaille sichtbar machen“. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. „So beobachten wir regelmäßig, dass mit dem nachhaltigen Engagement des Arbeitgebers Gemeinschaftsgefühl und Motivation in der Belegschaft steigen“.
Wer einen preiswürdigen Betrieb oder ein Unternehmen kennt (oder selbst einen führt), kann die Bewerbungsunterlagen unter www.hwk-berlin.de/fvm oder www.ihk-berlin.de/fvm herunterladen. Einsendeschluss ist der 1. September. Fragen beantworten die Kammern auch telefonisch unter (030) 25903-227/-327 oder per Mail an mendelssohn@hwk-berlin.de.

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