Zackig: Die Autobahnkirche Siegerland an der A45, von Schneider und Schumacher Foto: imago/imagebrokerp

Architektur, die berührt Kommet zuhauf!

von Susanne Kippenberger5 Kommentare

Lehmwände, ein ebenerdiger Altar, so viel Raum: Wenn Architekten heute Kirchen planen, setzt nur der Himmel Grenzen. Acht Neubauten aus weltlichen Zeiten.

Immanuel-Kirche

Die Immanuel-Kirche in Köln von Sauerbruch Hutton mit dem Glockenturm. Foto: Oliver Berg, picture alliance / dpap

KÖLN + EVANGELISCHE BRÜCKENSCHLAGGEMEINDE + 2013

VON SAUERBRUCH HUTTON
Nein, dies ist nicht Finnland, daher kommt nur das Fichten- und das Lärchenholz. Die Kirche und der Glockenturm stehen in Köln, in einem alten Hain von Bäumen. Von außen dunkel und streng, entfaltet sich der Bau im hellen Inneren – freundlich und elegant. Das neue, identitätsstiftende Zuhause zweier zusammengelegter Gemeinden mit knappem Budget (nicht mal vier Millionen) lässt vielfältigste Nutzungen zu, gerade in den Seitenschiffen der modernen Basilika. Wie ein abstraktes Gemälde wirken die farbigen Holzlamellen an der Altarwand, hinter denen sich die Orgel versteckt. Dafür gab’s den Deutschen Architekturpreis.

Aus finnischem Holz ist die Immanuelkirche gebaut. Foto: Margot Gottschlingp