Petar Nenadic erzielte neun Treffer für Berlin. Foto: Imago
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Handball-Bundesliga Die Füchse Berlin gewinnen 29:21 in Lübbecke

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Die Füchse haben ihre Pflichtaufgaben in dieser Woche erfüllt. Mit Siegen in Göppingen und Lübbecke verteidigten die Berliner ihre Tabellenführung.

Wenn der Tabellenerste auf das Schlusslicht einer Liga trifft, sollte man eine einseitige Begegnung erwarten können. Aber wie das dann eben so ist. Der Aufsteiger aus Lübbecke, nach schwerem Auftaktprogramm noch ohne Sieg in dieser Saison, war gegen die formstarken Füchse aus Berlin natürlich besonders motiviert in das Spiel gegangen. Am frühen Sonntagnachmittag hielt ihre Gegenwehr aber nur eine Halbzeit lang. Die Berliner freuten sich am Ende über einen deutlichen 29:21 (11:9)-Erfolg und verteidigten mit dem zweiten Pflichtsieg in dieser Woche souverän ihre Spitzenposition in der Handball-Bundesliga.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic zeigte sich nach Spielschluss wenig zufrieden. „Ich bin nie zufrieden“, sagte der 61-Jährige bei Sky. „Wir machen zu viele leichte Fehler. Daran müssen wir im Training arbeiten.“ Petkovic hatte wohl bereits die nächsten Aufgaben im Sinn. Am Donnerstag wartet auf seine Mannschaft das Prestigeduell gegen den Verfolger aus Flensburg (19 Uhr/Max-Schmeling-Halle). Mitte November steht für die Berliner gegen Porto dann der Auftakt im Europapokal an. Erst im März kommenden Jahres geht es für die Berliner im nationalen Pokal weiter. Im Viertelfinale schaut dann der SC Magdeburg vorbei, wie die Auslosung am Sonntagabend ergab.

Nur Nenadic, Heinevetter und Wiede liefen zur Normalform auf

Die ersten Minuten in Lübbecke gehörten den beiden Torhütern. Sowohl der ungarische Nationalspieler Peter Tatai im Tor der Gastgeber, als auch sein Gegenüber Silvio Heinevetter ließen sich nicht überwinden. Für das erste Tor des Tages nach fünf Spielminuten brauchte es dann schon einen Siebenmeter, den Lübbecke zur Führung nutzte.

Es entwickelte sich eine Begegnung von überschaubarem Niveau. Die Füchse traten verhalten auf und kamen vor allem bei ihren Offensivbemühungen nicht auf die gewohnte Drehzahl. Außer Kontrolle geriet die Begegnung für die Gäste aber zu keinem Zeitpunkt. Kurz vor der Pause schlug sich die Überlegenheit der Füchse dann auch auf der Anzeigentafel nieder. Kevin Struck, Fabian Wiede und Petar Nenadic sorgten nach einem Drei-Tore-Lauf zum 11:7 für das erste komfortable Polster. Doch Lübbecke hatte den Mut noch nicht ganz verloren.

In der Berliner Kabine hatte es dann wohl ein paar deutliche Worte des Trainers gegeben. Die Füchse gingen mit erhöhtem Tempo in die zweite Hälfte, die 1653 Zuschauer in der nicht ausverkauften Halle sollten – zumindest kurz – doch noch das wahre Gesicht eines Tabellenführers zu sehen bekommen. Tor um Tor zogen die Berliner nun davon, die Fünf-Tore- Führung nach 44 Minuten sollte weiter anwachsen. Vor allem Nenadic wusste mit insgesamt neun Treffern zu überzeugen. Neben dem serbischen Torjäger und Schlussmann Heinevetter reichte es aber lediglich noch bei Nationalspieler Fabian Wiede zu Normalform. Für Petkovic blieb trotzdem Zeit, seinen lange verletzten Sommerzugang Marko Kopljar weiter an den Wettkampf heranzuführen. Mit seinem einzigen Tor, nach zuvor drei vergebenen Möglichkeiten, stellte der Kroate schließlich den Endstand her. (Tsp)

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