Geht doch. Fabian Schönheim erzielte den ersten Unioner Treffer. Foto: dpap

DFB-PokalDer 1. FC Union kommt mit Mühe weiter

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Der 1. FC Union tut sich schwer gegen Saarbrücken. Am Ende siegen die Berliner aber 2:1 nach Verlängerung.

Ein bisschen fehl am Platz kam sich der 1. FC Union schon vor, dort im weit entfernten Stadion von Völklingen. „Das ist ein bisschen ungewohnt“, sagte Trainer Jens Keller vor dem Spiel in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den 1. FC Saarbrücken, der in die viertgrößte Stadt des Saarlands ausweichen musste. Das Unwohlsein des Berliner Zweitligisten setzte sich im Spiel vor 6222 Zuschauer fort. Die Berliner taten sich schwer gegen den Viertligisten und konnten erst in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 2:1 (1:1,1:1)-Sieg erzielen.

Union trat im Saarland nicht mit der Formation auf, die zuletzt in der Zweiten Liga aufgelaufen war. Keller rotierte ein bisschen. „Diese Spieler hätten es auch verdient, in der Liga zu spielen“, sagte er. Doch am Sonntagnachmittag zeigte sich, warum Keller zuletzt auf sie verzichtete. Denn Saarbrücken brachte die Berliner mit einem schnellen, zielstrebigen Spiel immer wieder in Not.

Mit ihrem einzigen Torschuss in der ersten Halbzeit waren es aber die Gäste, die in Führung gingen. Fabian Schönheim köpfte nach einer Ecke ein. Danach brachte die Mannschaft von Trainer Keller nicht mehr viel zustande. Sie hatte Glück, als Torhüter Daniel Mesenhöler sie mit einem gehaltenen Strafstoß rettete. Mesenhöler selbst hatte zuvor Kevin Behrens von den Beinen geholt. Überhaupt kam Union nicht recht klar mit dem Angreifer des Gegners. In der 40. Minute stieg Behrens dann höher als alle anderen und köpfte zum verdienten Ausgleich ein.

Rasant ging es in der zweiten Hälfte weiter. Erst parierte Mesenhöler, natürlich, gegen Behrens und im Gegenzug traf Unions Damir Kreilach nur den Innenpfosten. Saarbrücken blieb das bessere Team. Nur Mesenhöler verhinderte, dass es nicht das achte Erstrunden-Aus seit 2004 für Union gab, sondern den Sieg. In der 101. Minute schoss der Schwede Simon Hedlund die Berliner in Runde zwei - und Jens Keller war erleichtert.

Der Trainer von Union sagte: "Wir können uns bei Daniel Mesenhöler bedanken, er hat heute ein riesen Spiel gemacht. Aber das ist Pokal, wir sind zum Glück im Lostopf der zweiten Runde und wir sind mit dem nötigen Quäntchen Glück dabei.“ (Tsp)