Kann erst mal wieder nur zuschauen: Bayern-Torhüter Manuel Neuer. Foto: Sven Hoppe/dpa
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Bayern München Manuel Neuer fällt für die Hinrunde aus

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Rückschlag für den FC Bayern München: Der Nationaltorwart hat sich erneut am Fuß verletzt. Er wurde bereits in Tübingen operiert.

Für Nationaltorwart Manuel Neuer vom FC Bayern ist die Hinrunde vorzeitig beendet. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Dienstag mitteilte, zog sich der 31-Jährige im Abschlusstraining am Montag vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 einen erneuten Haarriss im linken Mittelfuß zu.

Neuer wurde bereits Dienstagfrüh in Tübingen operiert, dem Kapitän wurde dabei eine Platte in den Fuß eingesetzt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärte: „Dass Manuel Neuer sich erneut eine Verletzung zugezogen hat, tut uns wahnsinnig leid für ihn.“ Der Torhüter werde im neuen neuen Jahr zurückkommen. „Manuel wird uns im Januar in alter Stärke wieder zur Verfügung stehen.“

Gegen Schalke wird erstmal Sven Ulreich im Tor stehen. Der Ersatztorwart hatte Neuer bereits zu Saisonbeginn erfolgreich vertreten. Der 29 Jahre alte Ulreich könnte vor großen Prüfungen stehen; schon in einer Woche gastiert der FC Bayern im Topspiel der Champions League bei Paris St. Germain mit Superstar Neymar.

Neuer hatte sich nach dem 4:0 am vergangenen Wochenende gegen den FSV Mainz 05 noch sehr auf die Rückkehr in seine Heimstadt Gelsenkirchen gefreut. „Für mich ist es etwas Besonderes, ich spiele gerne dort“, hatte er zur Partie gegen Schalke gesagt. Beide Vereine begegnen sich nach Punkten (je 9) ausnahmsweise auf Augenhöhe. Neben Kapitän Neuer fehlt den Bayern als weiterer Leistungsträger der an Grippe erkrankte Arjen Robben.

Neuer kam gerade erst aus einer Verletzungspause zurück

Neuer wähnte sich in der so wichtigen WM-Saison nach seiner langwierigen Fußverletzung gerade wieder auf dem Weg zur Bestform. Gegen Mainz hielt der 31-Jährige prächtig. „Wenn man lange weg war, brauchst du wieder den Rhythmus. Den habe ich jetzt in den Englischen Wochen. Da werde ich schneller zu meiner alten Stärke zurückkommen“, sagte der Torhüter - bevor es zum erneuten Rückschlag am Montag kam.

Im vergangenen März hatte sich Neuer einem operativen Eingriff am linken Fuß unterziehen müssen. Es folgte zwar ein rasches Comeback. Aber beim Champions-League-Aus der Bayern gegen Real Madrid erlitt der Weltmeister erneut einen Bruch am Mittelfuß. Auf eine OP wurde diesmal verzichtet. Neuer trug lange Zeit Gips, auch noch bei seiner Hochzeit im Juni. Ein langes Aufbautraining war nötig.

Auch Bundestrainer Joachim Löw wird die Nachricht aus München in der WM-Saison besorgen. Er hatte Neuer fix für ein Länderspiel-Comeback im Oktober in den abschließenden WM-Qualifikationspartien in Nordirland und gegen Aserbaidschan eingeplant.

Ohne Neuer und Robben müssen die Bayern nun gegen Schalke ihr Vorhaben umsetzen, an den Heimsieg gegen Mainz anzuknüpfen. Der Sieg soll ein Wendepunkt gewesen sein. „Wir wollen die Leistung bestätigen“, sagte Trainer Carlo Ancelotti. Er dürfte auch gegen Schalke auf Nationalspieler Thomas Müller setzen, den er am Montag sehr lobte: „Er hat sehr gut gespielt gegen Mainz. Er hat sich fantastisch ohne Ball bewegt. Darum haben wir sehr gut angegriffen.“

Neben den erzwungenen personellen Umbauten (Robben, Neuer) will Ancelotti noch weitere Veränderungen vornehmen. Der lange verletzte Jérôme Boateng soll weiterhin behutsam aufgebaut werden. Nach seinem Startelf-Comeback gegen Mainz wird es für den Verteidiger eine Pause geben. „Einige Rotationen sind wichtig, um die Spieler zu motivieren und in guter Verfassung zu halten“, erläuterte Ancelotti. (dpa)

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