Servus. Martin Buchwieser (Berlin) and Yannic Seidenberg (RB München) nach dem Spiel. Foto: Imagop

2:4-Auswärtsniederlage Eisbären verlieren bei Meister München

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Nach zuletzt vier Siegen in Folge verlieren die Eisbären erstmals wieder. Bei Meister München liegt das auch am wenig durchschlagkräftigen Powerplay.

Zuletzt war es gut gelaufen bei den Eisbären Berlin. Doch nach zuvor vier Siegen in Folge bekamen sie am Sonntagnachmittag vom Deutschen Meister EHC München ihre Grenzen aufgezeigt. Weil die Berliner dem Druck der Gastgeber nur in der Anfangsphase gewachsen waren, endete ihre Erfolgsserie mit einer verdienten 2:4 (1:2, 0:2, 1:0)-Niederlage im Olympia-Eisstadion. „Wir haben heute sicher nicht unser bestes Eishockey gespielt“, räumte Torschütze Blake Parlett hinterher im Interview bei Telekomsport ein.

Wie erwartet begannen die Gastgeber mit hohem Tempo und machten von der ersten Minute an mächtig Druck. Doch in der Anfangsphase konnten die Eisbären mithalten und ihrerseits mit aggressivem Forechecking Akzente setzen. So bekamen die nur 3750 Zuschauer ein turbulentes erstes Drittel zu sehen, in dem beide Mannschaften viele Chancen hatten, aber auch einige Fehler machten. Frank Mauer brachte die Münchner in Führung, Jens Baxmann antwortete mit einem mächtigen Distanzschuss von der blauen Linie. Doch kurz darauf zeigte sich einer der entscheidenden Unterschiede zwischen beiden Teams an diesem Nachmittag. Während die Berliner von ihren zahlreichen Überzahlmöglichkeiten nicht profitieren konnten, traf Münchens Kapitän Michael Wolf im Powerplay mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel und sorgte dafür, dass der Deutsche Meister mit einer zu diesem Zeitpunkt glücklichen Führung in die erste Pause ging.

Im zweiten Drittel wurden die Kräfteverhältnisse auf dem Eis eindeutiger. Die Eisbären bekamen mit dem schnellen Angriffsspiel der Gastgeber zunehmend Probleme, zudem blieben die Münchner in Überzahl effektiv. So baute Jason Jaffray im Powerplay die Führung der Gastgeber aus, der frühere Eisbären-Stürmer Mads Christensen erzielte den vierten Treffer für den Meister. Danach war das Spiel für Petri Vehanen beendet. An den Gegentoren war der Berliner Torhüter schuldlos, trotzdem musste er seinen Platz für Marvin Cüpper räumen. Der schaffte es immerhin, bei seinem Saisondebüt bis zum Schluss weitere Treffer der Münchner zu verhindern.

Trotzdem war die Vorentscheidung gefallen. immerhin ließen sich die Eisbären bis zum Schluss nicht hängen und bemühten sich, das Ergebnis angenehmer zu gestalten. Das gelang Neuzugang Parlett fünf Minuten vor dem Ende. Seine Hereingabe wurde von einem Münchner ins eigene Tor gedrückt. Der erste Treffer des Verteidigers im Eisbärentrikot kam aber zu spät, um noch einmal für Spannung zu sorgen. Letztlich konnten die Münchner, die längst den einen oder anderen Gang zurückgeschaltet hatten, den Sieg souverän über die Zeit bringen. (Tsp)

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