So sieht es aus: Beschäftigte sagen, wie es ist. Foto: picture alliance / dpap

Casdorffs Agenda Der Wahlkampf hat doch noch wichtige Themen gesetzt

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Im Wahlkampf ist mit der Pflege ein wichtiges Thema auf die Tagesordnung gekommen. Und das bleibt - auch nach dem 24. September.

Wer sagt, dass Wahlkampf nicht doch etwas bringt! Zum Beispiel das Thema Pflege. Das hat jetzt so richtig Fahrt aufgenommen - und ist nicht mehr zu stoppen. Es wird nach der Wahl wieder aufgegriffen werden. Denn die Regierung, gleich welche, wird evaluieren, was nötig ist; und Martin Schulz als Bundeskanzler würde in seinen ersten 100 Tagen tun, was nötig ist.

Aber selbst wenn er nicht Kanzler wird: Angela Merkel kommt von ihrem Versprechen, sich darum zu kümmern, nicht herunter. Pflege: Tausende Pflegekräfte fehlen, Tausende bekommen einen zu geringen Lohn, Millionen sind betroffen. Und wer dann zu Hause selbst pflegen will oder muss, der muss die Arbeitszeit reduzieren oder den Job ganz aufgeben, was die Rente mindert. Im schlimmsten Fall droht Altersarmut. Von der auch schon 2,7 Millionen über 65 betroffen sind.

So greift ein Thema ins andere. Gut, dass der Wahlkampf es auf die Tagesordnung gebracht hat. Auch auf die für den 24. September. Noch vier Tage.

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