Malische Spezialkräfte vor dem Kangaba Touristen Ressort in Bamako. Foto: AFP / Habibou Kouyatep

Attacke in Malis Hauptstadt EU-Mitarbeiter unter den Toten von Bamako

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Am Sonntag haben Islamisten in Malis Hauptstadt Bamako eine von westlichen Ausländern besuchte Unterkunft attackiert. Dabei wurden insgesamt vier Menschen getötet.

Bei dem Terrorangriff auf ein Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako am Sonntag sind auch zwei Mitarbeiter der Europäischen Union (EU) getötet worden. Wie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag bestätigte, starben bei der Attacke in einem Vorort von Bamako ein portugiesisches Mitglied des EU-Ausbildungseinsatzes für Sicherheitskräfte sowie eine malische Mitarbeiterin der EU-Delegation in dem westafrikanischen Land.

Bei dem Angriff wurden mindestens vier Menschen getötet und acht weitere verletzt. Den jüngsten Angaben zufolge hatten Bewaffnete die bei Ausländern beliebte Anlage gestürmt. Eine Anti-Terror-Einheit habe dann nur wenige Minuten später das Hotel umzingelt und sich einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert, teilten die Behörden in dem westafrikanischen Land mit. Zwei der vier Toten seien Angreifer, hieß es.

Über 30 Geiseln konnten anschließend befreit werden, sagte der malische Sicherheitsminister Salif Traoré. Malische und französische Soldaten waren im Einsatz, um den Angriff der Islamisten zurückzuschlagen.

Angreifer waren vermutlich Dschihadisten

Anwohner berichteten von Schüssen, die auf dem Gelände am Stadtrand von Bamako gefallen seien. Über dem Gelände stieg eine Rauchsäule auf. Soldaten der malischen Armee und im Land stationierte französische Soldaten waren zum Ort des Geschehens geeilt, wie ein AFP-Reporter zuvor berichtet hatte. Sicherheitskräfte riegelten den Bezirk ab, ein Gebäude stand in Flammen. Ein Vertreter des malischen Sicherheitsministeriums sagte, bei den Angreifern handele es sich vermutlich um Dschihadisten. Malische Spezialkräfte seien im Einsatz; sie würden von französischen Soldaten sowie von UN-Soldaten unterstützt.

Im März 2016 hatte Islamisten das Nord-Süd-Hotel in Bamako angegriffen, in dem Angehörige der EU-Mission zur Ausbildung der malischen Streitkräfte EUTM Mali untergebracht waren. Ein Angreifer war damals getötet worden. Im November 2015 wurden bei einem Angriff auf das Hotel Radisson Blu in Bamako mindestens 20 Menschen getötet, unter ihnen 14 Ausländer.

Im westafrikanischen Mali sind zahlreiche französische und deutsche Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Die Bundeswehr ist an der EUTM Mali sowie an dem 2013 gestarteten Stabilisierungseinsatz der UNO, Minusma, in Mali beteiligt. Im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu. (AFP)