Die Transgender-Serie „Transparent“ mit Jeffrey Tambor gehört zu den Serien-Höhepunkten auf Amazon Prime Video. Foto: picture alliance / dpa
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Abo-Service Amazon Prime erhöht Preise um 20 Euro

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Das Streaming von Serien und Filmen wird teurer. Amazon zieht den Preis für Prime deutlich an. Für Altkunden wird der neue Tarif allerdings erst später gültig.

Fernsehen wird teurer, genauer jenes Fernsehvergnügen, das auf dem Streaming von Serien beruht. Kunden von Amazon Prime Video müssen künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Preis des Abo-Services Amazon Prime in Deutschland wird von 49 auf 69 Euro pro Jahr angehoben. Die Erhöhung gilt für Neukunden ab dem 1. Februar kommenden Jahres und für aktuelle Nutzer bei der Verlängerung vom 1. Juli 2017 an, wie Amazon am Dienstag ankündigte. Außerdem gibt es künftig die Möglichkeit, Prime monatlich für 8,99 Euro zu abonnieren. Netflix, der unmittelbare Streaming-Konkurrent bei Serien und Filmen, kostet im Monat bislang 7,99 Euro. Auch für Studenten wird Amazon Prime teurer, die 34 Euro pro Jahr bezahlen müssen und somit zehn Euro mehr als bisher.

„Da wir die Vorteile von Prime kontinuierlich erweitern, um der wachsenden Nachfrage der Kunden gerecht zu werden, sind auch die Kosten für die Bereitstellung dieses Services im Lauf der Jahre gestiegen“, erklärte Amazon seinen Kunden die Preiserhöhung. Der Prime-Service ist für Amazon ein wichtiges Element zur Kundenbindung. In dem Abo gibt es unter anderem eine schnelle kostenlose Lieferung zum Teil bereits am selben Tag sowie den Zugang zu Filmen, Serien, TV-Sendungen und Musik (als Konkurrenz zu Spotify). Mit seinem vernetzten Lautsprecher Echo sowie den Bestell-Buttons für einzelne Marken-Artikel will Amazon gerade die Prime-Kunden überzeugen, alles mögliche bei dem weltgrößten Online-Händler zu kaufen.

In den USA hob Amazon den Preis 2014 von 79 auf 99 Dollar pro Jahr an. In Deutschland kostete Prime bei der Einführung 2007 mit lediglich kostenlosem Versand 29 Euro jährlich und verteuerte sich mit dem Ausbau des Angebots auf 49 Euro. Joachim Huber

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