Eine der wenigen Künstlerinnen, die für Trump singen wollen: Jackie Evancho Foto: dpap

Vor der Inauguration des US-Präsidenten Selbst Coverband sagt Trump ab

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Selbst die Springsteen-Coverband mag nun nicht bei Donald Trumps Amtseinführung auftreten. Dafür haben die Indie-Rocker 3 Doors Down zugesagt. Und zwei konservative Countrysänger.

Hop On, Hop Off. Die Liste der Musiker, die bei Donald Trumps Inauguration auftreten sollen, wechselte zuletzt häufiger als die Besetzung eines Touristenbusses auf Stadtrundfahrt. Vor zwei Tagen noch waren die prominentesten Künstler eine ehemalige Zweitplatzierte von „America’s Got Talent“ namens Jackie Evancho sowie die Springsteen-Coverformation B-Street Band.

Letztere haben jetzt abgesagt – aus Angst, der Boss könne verärgert sein. Und der Boss heißt eben nicht Trump, sondern Springsteen. Später zog Musical-Star Jackie Holliday kurzfristig ihre Teilnahme zurück. Sie wolle die LGBT-Gemeinde nicht verärgern. Zudem habe Holliday Morddrohungen gegen sich und ihre Familie erhalten.

Lee Greenwood ist das Maskottchen eines US-Flugzeugträgers

Die drei jüngsten Zusagen dürften den designierten Präsidenten daher beruhigen. Die Indie-Rockband 3 Doors Down kündigten via Facebook ihre Teilnahme an. Außerdem sagten die Countrysänger Toby Keith und Lee Greenwood zu. Greenwood ist selbst Republikaner, seinen Song „God bless the U.S.A.“ sang er schon bei den Amtseinführungen von Ronald Reagan, George Bush Senior und Junior. Und er ist offizielles Maskottchen des Flugzeugträgers USS Theodore Roosevelt.

Keith verteidigte sich bereits im Vorfeld für seinen Auftritt, ahnend, dass Kritik folgen dürfte. Er habe nicht vor, sich dafür zu entschuldigen. Außerdem erinnerte er daran, dass er bereits hundertfach für Truppen im Irak und in Afghanistan gespielt habe. Keith wurde früher vorgeworfen, in einigen Songs würde er es mit dem Patriotismus übertreiben. Es scheint, als finde nun endlich zusammen, was zusammengehört.

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