Gern gesehener Stammgast. US-Regisseur Wes Anderson beim Photocall der 64. Filmfestspiele in Berlin. Foto: Tim Brakemeier/dpa
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Erster Festivalauftakt mit einem Animationsfilm Wes Anderson eröffnet die Berlinale 2018

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Mit „Isle of Dogs - Ataris Reise" eröffnet US-Regisseur Wes Anderson die kommende Berlinale. Erstmals zeigt das Festival damit zum Auftakt einen Animationsfilm.

Die Berlinale wird zum ersten Mal in ihrer Geschichte mit einem Animationsfilm eröffnet. Zum Auftakt des Festivals werde am 15. Februar als Weltpremiere Wes Andersons „Isle of Dogs - Ataris Reise“ gezeigt, teilten die Berliner Filmfestspiele am Montag mit.

Anderson ist ein echter Berlinale-Stammgast. Im internationalen Wettbewerb um den Goldenen Bären zeigte der Texaner bereits drei Filme: „Die Royal Tenenbaums“ (2002), „Die Tiefseetaucher“ (2005) und „Grand Budapest Hotel" (2014), der den Großen Preis der Jury gewann.

Starensemble an Schauspielern spricht die animierten Figuren

„Isle of Dogs - Ataris Reise" erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem zwölfjährigen Pflegesohn eines korrupten Bürgermeisters. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf.

Die animierten Figuren werden von einem Starensemble an Schauspielern gesprochen. Mit vielen arbeitet der Regisseur seit Jahren zusammen. Unter anderem dabei sind Bryan Cranston, Bill Murray, Jeff Goldblum, Scarlett Johansson, Tilda Swinton und Harvey Keitel.

Ankündigung fällt mitten in Streit um die Zukunft der Berlinale

„Isle of Dogs - Ataris Reise“ sei ein Film, der mit dem verzaubernden Wes-Anderson-Stil begeistere, erklärte Festivaldirektor Dieter Kosslick. Die Ankündigung des Eröffnungsfilms fällt mitten in die erbittert geführte Debatte um die Zukunft der Berlinale. Für Montagabend war eine Diskussion mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Berlinale-Kritikern geplant. In einer Petition hatten 79 Regisseure, darunter Fatih Akin, Volker Schlöndorff und Maren Ade, eine Neuausrichtung und Verschlankung der Berlinale gefordert - und indirekt auch Kritik an Kosslick geübt, dessen Vertrag 2019 ausläuft.

„Isle of Dogs - Ataris Reise“ startet nach Angaben der Berlinale am 23. März 2018 in den USA. Weltweit werde der Film ab April 2018 in die Kinos kommen. Der Film läuft im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen Bären. Die Berlinale zeigt vom 15. bis 25. Februar wieder rund 400 Filme aus aller Welt. (mit dpa)

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