Unfälle mit Straßenbahnen sind selten, haben aber oft schwerwiegende Folgen. (Symbolbild) Foto: dpap

Polizeieinsatz in Prenzlauer Berg Betrunkener bedroht Straßenbahnfahrgäste mit Waffe

Lotta-Clara Löwener
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Ein Betrunkener bedrohte Fahrgäste einer Straßenbahn der Linie M10 in Pankow mit einer Schreckschusswaffe. Erst 13 Stationen später konnte er gefasst werden.

Mit einer Schreckschusswaffe bedrohte ein 37-Jähriger am Donnerstagabend in Prenzlauer Berg Fahrgäste einer Straßenbahn. Gegen 19 Uhr soll der Betrunkene in der Bahn der Linie M10 Richtung Warschauer Straße mit seiner Waffe auf mehrere Personen gezielt haben. Auf Höhe der Station Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wurde die Polizei alarmiert. Erst 13 Haltestellen später, am Frankfurter Tor, konnte der Verdächtige festgenommen werden. Warum die Polizei so lange brauchte, um den Mann festzunehmen und ob er so lange während der Fahrt von Fahrgästen oder dem BVG-Personal festgehalten wurde, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen.

Ein Sprecher der BVG hingegen meint, da die Ermittlungen der Polizei am Laufen seien, könne er sich derzeit nicht äußern. Jedoch existieren Videoaufnahmen der BVG, welche nun ausgewertet werden sollen. Neben der Schreckschusswaffe fanden die Einsatzkräfte außerdem drei Messer beim Verdächtigen und stellten einen Atemalkoholwert von 1,37 Promille fest. Nachdem seine Personalien aufgenommen wurden, wurde er wieder frei gelassen. Der Mann muss sich nun wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

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