Bundespolizisten führen in Berlin einen Neukölln festgenommenen 17 Jahre alten Mann ab. Foto: Paul Zinken/dpa
p

Berlin Drei Intensivtäter nach Attacke an S-Bahn Jannowitzbrücke festgenommen

165 Kommentare

Anfang März hatte eine Gruppe von Angreifern zwei Männer an der S-Bahnstation Jannowitzbrücke verletzt. Nun hat die Polizei drei Tatverdächtige verhaftet.

Die Bundespolizei hat am frühen Morgen in Berlin zusammen mit dem Landeskriminalamt sechs Wohnungen in Neukölln, Wilmersdorf, Wedding, Tempelhof, Lichtenberg und Kreuzberg durchsucht. Hintergrund ist eine gefährliche Körperverletzung vom 4. März am S-Bahnhof Jannowitzbrücke. Tatverdächtig sind sechs junge Flüchtlinge aus Syrien im Alter zwischen 17 und 23 Jahren, die bei der Bundespolizei bereits wegen diversen weiteren Delikten wie etwa Raub, Körperverletzung, Diebstahl und Bedrohung bereits polizeibekannt sind. Sie gelten als sogenannte Intensivtäter.

Anfang März verletzte eine Gruppe junger Männer einen 29-Jährigen und einen 31-Jährigen durch Tritte und Schläge schwer. Zuvor hatten die beiden Opfer die Gruppe in der S-Bahn zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke angesprochen, weil sie eine Frau bedrängt hatten.

Die Männergruppe attackierte die beiden bereits in der Bahn, auf dem Bahnsteig an der Jannowitzbrücke setzte sich der Streit fort. Die zwei Männer mussten danach stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden.

Die Bundespolizei suchte nun Beweismittel in den Wohnungen und stellte Handys, Kleidung und Ausweisdokumente der Tatverdächtigen fest. In einer der Wohnungen trafen die Beamten auch auf eine 16-jährige Jugendliche, die als vermisst galt und nun dem Kindernotdienst übergeben wird.

Die Staatsanwaltschaft hat drei Haftbefehle erlassen, die Bundespolizei konnte alle drei vollstrecken - in Tempelhof wurde ein 17-Jähriger und in Wedding und Neukölln zwei 18-jährige Männer festgenommen. Laut einem Sprecher waren 140 Bundespolizisten im Einsatz.

Mehr zu Neukölln