Das Rote ins Gelbe. Die Briefwahl wird in Berlin immer beliebter. Foto: M. Gamabarini/dpa
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Bundestagswahl 2017 Briefwahl übertrifft Erwartungen in Berlin

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70.000 Briefwähler in Pankow, 31 Prozent der Wahlberechtigten im Südwesten. Das Interesse an der Briefwahl in Berlin ist enorm.

Wahlkampf? Eigentlich vorbei. Zumindest für all jene, die schon bei der Briefwahl in Berlin mitgemacht haben und ihren Wahlschein beantragt haben.

Und das sind ziemlich viele in der Stadt: 600.000 Menschen haben sich in Berlin ihre Wahlscheine zuschicken lassen. Das geht zehn Tage vor der Bundestagwahl und dem TXL-Entscheid aus den Daten des Landeswahlleiters hervor (Quelle).

Die Landeswahlleiterin hatte mit 600.000 Briefwählern gerechnet - wie wir vor zwei Wochen berichtet haben. Die Zahl könnte also locker übertroffen werden. Vor vier Jahren waren es etwa 510.000. Bei der Bundestagswahl 2009 waren es 490.000.

Weniger Briefwähler in den Außenbezirken

Am geringsten ist die aktuelle Zahl der ausgestellten Wahlscheine (Stand: Mittwochfrüh) bislang am Stadtrand - ganz hinten liegt Marzahn-Hellersdorf (17,3 % der Wahlberechtigten), gefolgt von Lichtenberg (18,7%) und Spandau mit 20,2 % (umgerechnet sind das allerdings auch immerhin 33.000 Bürger).

Ganz vorn in dieser Liste stehen traditionell die Bezirke Pankow (24,2%), Charlottenburg-Wilmersdorf (27,6%) und Steglitz Zehlendorf. Im Berliner Südwesten haben bereits 31% der Wahlberechtigten ihre Unterlagen angefordert - das sind fast 70.000 Bürger.

Per Post abstimmen - wie geht's?

Zum Prozedere: "Ein Antrag auf Erteilung eines Wahlscheines kann bis zum 22. September 2017, 18.00 Uhr, gestellt werden", heißt es auf der Seite des Landeswahlleiters. Der Brief kommt per Post. "Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen bis zum Sonntag, den 24. September 2017, 18.00 Uhr, beim zuständigen Bezirkswahlamt eingegangen sein." Die Wahlscheine für jeden Bezirk können Sie beantragen unter diesem externen Link. Der Brief kann ohne Briefmarke in den Briefkasten geworfen werden oder im Rathaus abgegeben werden.

Bürger können auch ganz einfach schon jetzt ins Wahllokal gehen, oder konkret: in die "zuständigen Briefwahlstelle" (Personalausweis nicht vergessen). Die meisten Briefwahlstellen befinden sich in den Rathäusern - die genauen Adressen und Öffnungszeiten finden Sie unter diesem Link.

Und weil immer noch viele Bürger verunsichert sind: Beide Stimmzettel - also auch der zur TXL-Frage - müssen gemeinsam in den beiliegenden blauen Umschlag gesteckt werden, den man anschließend zuklebt.

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