Curry West. Imbisschef Lutz-Michael Stenschke eröffnet am heutigen Mittwoch am Bahnhof Zoo einen Ableger des Kreuzberger Imbisses. Das Viertel sei im Umbruch. Und seine Wurstbude trage zur Aufwertung der Gegend bei, sagen Bezirkspolitiker. Foto: Mike Wolffp

Berühmter Imbiss expandiert "Curry 36"-Chef: "Fünf Filialen verträgt Berlin"

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"Curry 36" öffnet am Mittwoch eine Filiale am Bahnhof Zoo und will noch weiter expandieren. Und auch Konnopke’s hat jetzt einen neuen Ableger.

Die Schlange gehört längst zum Stadtbild. Unter den „Curry 36“-Leuchtbuchstaben am U-Bahnhof Mehringdamm in Kreuzberg wird den ganzen Tag gewartet: auf die 22 Zentimeter lange Currywurst im Pappschälchen. Nun will der Imbiss die ganze Stadt erobern. Der erste von vier neuen Ablegern eröffnet am heutigen Mittwoch am Bahnhof Zoo.

„Wir werden die Currywurst nicht neu erfinden“, sagt Lutz-Michael Stenschke, Chef der seit 30 Jahren existierenden Bude. Der neue Imbiss befindet sich direkt am Hardenbergplatz. Zuvor befand sich ein Bäcker im Kiosk, dann schrieb die Bahn die 30 Quadratmeter große Fläche aus – und Stenschke griff zu. „Hier wird alles neu entwickelt und unheimlich aufgewertet“, sagt Stenschke.

Auf der anderen Straßenseite öffnet im Herbst das 119 Meter hohe Zoofenster mit dem Edel-Hotel Waldorf Astoria, einige Schritte weiter werden Zoopalast und Bikinihaus saniert, der Bau ein zweites Hochhauses am Breitscheidplatz wird gerade vorbereitet. Und nun – neben Chinapfanne und Bubble-Tea-Shop – steht nun diese schnöde Wurstbude mit dem bekannten Namen, der in allen Touristenführern über Berlin auftaucht.

Der Bude über dem U-Bahnhof werden auch gleich stadtplanerische Funktionen angedichtet. „Mit Curry 36 am Zoo trägt Lutz-Michael Stenschke dazu bei, die City West und den Hardenbergplatz weiter aufzuwerten“, teilte Charlottenburg-Wilmersdorfs Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) mit und kündigte sich zur Eröffnung an. Die Einnahmen von Mittwoch spendet Stenschke an wohltätige Einrichtungen.

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Der City West wird Currywurstland. Vor wenigen Tagen öffnete in der Hardenbergstraße 29, gegenüber vom Bahnhof, die „Wursterei“. Auch dort gibt’s Currywurst, Buletten und Pommes. Aber nicht als schlichte Snacks, wie es sie in den unüberschaubar vielen Imbissbuden in der Stadt überall gibt. Der Dortmunder Dirk Tillmann will die Currywurst „in den Adelsstand der Systemgastronomie“ heben. Der Gast wählt dazu aus verschiedenen Soßen und Currymischungen, dann wird die Wurst auf Lavastein gegrillt.

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