Tief im Westen. Das Fort Hahneberg. Foto: Tspp

Berlin-Spandau Wir sind's, die Hüter von Fort Hahneberg

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Brad Pitt drehte hier einen Film, viel öfter ist Siegfried Wittkopp da. Hier erzählt der Vorsitzende, was sie dort eigentlich machen.

Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, befindet sich das Fort Hahneberg. Dolle Anlage, sogar Brad Pitt war da, der hat hier seinen Hollywood-Streifen „Inglorious Basterds“ gedreht. Viel öfter schaut Siegfried Wittkopp, 65, vorbei. Er ist seit sieben Jahren Vorsitzender des Vereins „Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg“ (die mit dem fröhlichen Twitter-Account @forthahneberg).

Kunst und Kartoffeln in Fort Hahneberg

Am 19. August findet in Staaken auch eine Kulturveranstaltung statt. Titel: „Klassik im Fort Hahneberg“ (ab 18 Uhr, 22 Euro). Der Fort-Hahneberg-Vorsitzende Wittkopp ruft gerade noch rein: „Kurzführung und Hahneberger Kartoffelsuppe inklusive!“ Mahlzeit.

Der Vorsitzende, Herr Wittkopp. Foto: privatp

Hier spricht der Hahneberg-Vorsitzende

Was machen Sie da eigentlich im Fort? „Wie der Name schon sagt: Wir – also 54 Vereinsmitglieder – kümmern uns um die Erhaltung der Natur und natürlich der Festung. Die steht hier seit 1886. Wir sind alle ehrenamtlich dabei, und daher am Wochenende auf dem Gelände. Ich bin fürs Schatzsuchen bei Kindergeburtstagen im Einsatz und bei Sonderführungen für Schulen. Anderen Kollegen bieten Führungen an zur Historie oder zu Fledermäusen, auch jetzt in den Sommerferien … apropos: Wir suchen junge Leute, die bei uns mitmachen wollen.“

Was fehlt noch? „Geld natürlich, wir bekommen keine öffentlichen Mittel fürs Fort. Und die Anträge dauern immer so lange, weil alle involviert sind: Senat, Denkmalschutz, Umweltschutz, Bezirk …“

Und wo ist der schönste Platz in Spandau? „Auf meiner Terrasse im Garten! Das Fort liegt gleich um die Ecke.“

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Dauerbaustelle: das Fort Hahneberg. Foto: Tspp
Da geht's lang. Von der Heerstraße scharf links ... Foto: Q/Tspp

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