Die Zossener Straße in Kreuzberg wird gerne als Schleichweg benutzt. Foto: Kai-Uwe Heinrichp

Berlin-Kreuzberg Zossener Straße wird zur Fußgängerzone

Ann-Kathrin Hipp Felix Hackenbruch
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Seit zehn Jahren wird die Sperrung der Zossener Straße im Bergmannkiez gefordert - jetzt hat die BVV Kreuzberg ihre Umwandlung zur Fußgängerzone beschlossen.

Viele autofreie Zonen gibt es in Berlin nicht, bald jedoch eine mehr: Die Zossener Straße, zwischen Bergmannstraße und Gneisenaustraße, wird zur Fußgängerzone. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Kreuzberg am Mittwochabend beschlossen.

Wie und wann, dass will das Bezirksamt im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens zur Begegnungszone mit Anwohnern und Geschäftsinhabern diskutieren. Busse der BVG, sowie Rad- und Lieferverkehr sollen von der Sperrung ausgenommen sein.

Im vergangenen Monat hatten die Grünen den Antrag in die BVV eingebracht.

Bezirk regelt Anordnung von Fußgängerzonen

Die Idee ist nicht neu. Schon seit zehn Jahren wird bereits über eine Sperrung der Zossener Straße diskutiert. Viele Verkehrsteilnehmer, unter anderem der Flixbus, nutzen die Straße als Schleichweg, um dem Verkehr auf dem Mehringdamm zu entkommen. Ursprünglich wollte die BVV die Straße sperren. Da die Zossener Straße jedoch als übergeordnete Straße gilt, also als Straße, die verkehrstechnisch über die Bezirksgrenzen relevant ist, wäre die Verkehrslenkungsbehörde der Senatsverwaltung für Verkehr für eine Sperrung zuständig.

Die Anordnung von Fußgängerzonen wird laut Allgemeinem Sicherheits- und Ordnungsgesetz (ASOG) aber auch für übergeordnete Straßen vom Bezirk geregelt. „Wenn wir dieses Instrument benutzen, könnten wir ganz Kreuzberg in eine Fußgängerzone umwandeln“, hatte Antragsteller Manuel Sahib (Grüne) Mitte Juni gesagt. Auch CDU und FDP in Kreuzberg zeigten sich offen für eine Fußgängerzone, wenn Bürger und Händler in die Umgestaltung mit einbezogen werden.

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