Wladimir Kaminer verurteilt russischsprachige Menschen, die in Deutschland für Putin auf die Straße gehen. imago/star-media
© imago/star-media

Wladimir Kaminer im Checkpoint-Podcast Pro-russische Demonstrationen in Deutschland sind „selbstmörderische Gesten“

50 Kundgebungen sind in Berlin anlässlich des Kriegsendes vor 77 Jahren registriert. Wladimir Kaminer spricht über seine Pläne, Putin-Fans & Waffenlieferungen.

Kriegsgedenken in Kriegszeiten: Rund 50 Kundgebungen und Protestzüge sind am 8. und 9. Mai anlässlich des Kriegsendes vor 77 Jahren geplant. Auch mit Demonstrationen von Unterstützer:innen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ist zu rechnen.

Der deutsch-russische Schriftsteller Wladimir Kaminer attestiert „russischsprachigen Menschen, die in Deutschland für Putin auf die Straße gehen“ eine „kognitive Dissonanz.“

Im Tagesspiegel-Checkpoint-Podcast „Berliner & Pfannkuchen“ sagt er: „Putin führt Krieg gegen uns, gegen Europäer, gegen Freiheit und Demokratie. Und diese Menschen leben in Europa und genießen die Vorteile dieses Lebens. Dass sie für Putin, also für ihre eigene Vernichtung auf die Straße gehen, ist eine selbstmörderische Geste.“

Vor einigen Tagen hatte Wladimir Kaminer bereits einen offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz unterzeichnet, der die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine befürwortet. Zu den Gründen sagt Kaminer heute: „Alle Appelle an Putins Vernunft haben nichts genutzt. (…) Appetit kommt beim Essen. Und natürlich eignet sich eine solche Zitterziege wie Deutschland, wie die Nato, perfekt als Nachtisch für einen Diktator wie Putin. Der Krieg wird damit nicht aufhören.“

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Außerdem Thema im Podcast: Die Schönebergerin Marion Fabian gedenkt am Wochenende den Opfern des Nationalsozialismus in ihrer Nachbarschaft mit akustischen Stolpersteinen. Und: Unsere Hörerin fragt sich, ob man Autodemonstrationen nicht grundsätzlich verbieten könnte.

Wenn auch Sie Berlingefühle auf dem Herzen haben, schicken Sie uns eine Sprachnachricht an die 0172 99 39 576 oder hinterlassen Sie uns etwas auf dem Anrufbeantworter.

(Sprach-)Nachrichten aus der Hauptstadt: Das Team vom „Tagesspiegel Checkpoint” empfängt jede Woche dreimal drei. Von Politikerinnen, Nachbarn, Kreativen, Originalen - und von Ihnen. Das etwas andere News-Update aus und mit Berlin. Montags, mittwochs und freitags, pünktlich zum Feierabend. Mit Ann-Kathrin Hipp, Lorenz Maroldt und Anke Myrrhe. Redaktion: Joana Voss. Recherche: Lotte Buschenhagen. Die Folgen gibt es auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.

Zur Startseite