Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Eine Computergrafik des Weltraumteleskops „James Webb“ Foto: AFP/Nasa
© AFP/Nasa

„Willkommen zu Hause“ Weltraumteleskop „James Webb“ am Ziel angekommen

Das Weltraumteleskop „James Webb“ kreist in etwa 1,5 Millionen Kilometern Entfernung um die Erde. Von dort soll es neue Erkenntnisse zum Urknall liefern.

Rund einen Monat nach dem Start ins All hat das Weltraumteleskop „James Webb“ nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa seinen Zielorbit erreicht. „Webb, willkommen zu Hause“, sagte Nasa-Chef Bill Nelson.

Das Teleskop habe am Montag (Ortszeit) zum Abschluss der letzten Kurskorrektur für fast fünf Minuten die Triebwerke angeworfen und den sogenannten zweiten Lagrange-Punkt (L2) in knapp 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erreicht.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Mit dem gemeinsam von Weltraumbehörden in Europa, den USA und Kanada gebauten Teleskop sollen die ältesten Galaxien des Weltalls erkundet werden.

Erste Bilder von „James Webb“ im Sommer erwartet

„James Webb“ war am 25. Dezember an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraum-Bahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Während des rund vier Wochen langen Flugs wurden unter anderem der Sonnenschutz des Teleskops aufgespannt und die Spiegelsysteme ausgefahren. Wissenschaftler erhoffen sich von den Aufnahmen unter anderem Erkenntnisse über die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren.

Erste Daten und Bilder des Teleskops werden frühestens im Sommer erwartet. „Wir sind der Enthüllung der Geheimnisse des Universums einen Schritt näher gekommen“, sagte Nelson nun. Er könne es kaum erwarten, im Sommer Webbs erste neue Ansichten des Universums zu sehen.

[Lesen Sie auch: "Immer der Nasa nach: Diese Frau baut mit ihrer Firma aus Berlin ein Mondfahrzeug" (T+)]

Das „James-Webb“-Teleskop wurde laut Betreiberangaben rund 30 Jahre lang entwickelt und kostete etwa zehn Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro). Es folgt auf das Teleskop „Hubble“, das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist. (dpa)

Zur Startseite