Das Trajaneum in Pergamon.  Ausschnitt aus einer Visualisierung, die noch bis zum 15. Juli im Antikenmuseum der Universität Leipzig zu sehen ist. und in der Langen Nacht der Ideen am 1. Juni in der Neuen Bauakademie. Foto: BTU Lengyel Toulouse
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Lange Nacht der Ideen 2018 Wer sind wir?

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Archäologen des DAI erforschen Identitäten - Kurzvorträge und Simulationen in der Neuen Bauakademie

Fragen der Identität haben in Zeiten des Populismus Konjunktur, Fragen von Multikulturalität, Diversität und Diskriminierung bestimmen die aktuellen Diskussionen. Identität wird nicht nur zur Selbstvergewisserung sondern zum Ausschluss anderer genutzt. Der Bedeutungswandel von Identität beschäftigt auch die Archäologie, denn die „Suche nach Identität ist der Hauptgrund für die Archäologie“, sagt Kerstin P. Hofmann von der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) Frankfurt am Main.

Zusammen mit Friederike Fless, der Präsidentin des DAI und dem Generalsekretär des DAI, Philipp von Rummel, gibt sie am 1. Juni von 18 bis 20 Uhr unter dem Titel „Die Welt in Bewegung – Identität 4.0“ in der Neuen Bauakademie gegenüber dem Auswärtigen Amt in Kurzvorträgen Einblick in die Identitätsforschung und ihre Bedeutung. So ist etwa bei den Wikingern der Name Programm. Aber das landläufige Bild vom Volk der Seeräuber stimmt nicht, denn „viking“ war eine Tätigkeit und ein „vikinger“ war jemand, der diese Tätigkeit ausübte. Beide Begriffe sind mit Schifffahrt verbunden. So ging ein kleiner Teil der nordeuropäischen Bevölkerung auf „viking“, so wie ein Handwerker auf die Walz.

Daher sagt der Begriff nichts über die ethnische Zugehörigkeit dieser Menschen aus. Die materiellen Quellen der Archäologie ergeben ein ganz anderes Bild jener Menschen, die geschickte Handwerker waren, wovon Gedenksteine, Waffen und Schiffe zeugen. Von 20 bis 21 Uhr treten junge Muslime von iSlam an, um Fragen der Identität junger Muslime heute zu diskutieren.

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