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Jakub Kubečka und seine Kollegen haben in diesem Jahr den "Dance Your Ph.D."-Wettbewerb gewonnen. Screenshot: YouTube
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„Dance Your Ph.D.“-Musikvideos Diese Wissenschaftler tanzen ihre Doktorarbeiten

Jedes Jahr tanzen Forschende ihre Studien in Musikvideos für einen Wettbewerb vor. Dieses Mal haben drei Finnen das Rennen gemacht. Hier sind die Gewinner zu sehen.

Rap und Wissenschaft finden in der Regel selten zueinander. Finnische Doktoranden an der Universität Helsinki haben diese beiden Welten für den jährlichen „Dance Your Ph.D.“-Wettbewerb des Fachmagazins „Science“ vereint und mit ihrem Musikvideo zu Atmosphärenphysik gewonnen.

In viereinhalb Minuten rappen, tanzen und singen die drei Doktoranden Jakub Kubečka, Vitus Besel und Ivo Neefjes über sekundäre Aerosole, Wolkentröpfchen und molekulare Cluster. Seit 14 Jahren ermutigt das Fachmagazin Wissenschaftler:innen dazu, ihre Forschungsergebnisse mit einer Tanzeinlage zu erklären.

„Unser Hauptziel war es, nicht-wissenschaftlichen Muggeln zu zeigen, dass Wissenschaft unterhaltsam, albern und spannend sein kann“, sagte der Wettbewerbsgewinner Jakub Kubečka dem „Science“-Blog. „Muggel“ ist der Begriff für  Menschen, die von bestimmten Dingen keine Kenntnis haben oder in etwas nicht eingeweiht sind. Hier das Musikvideo der Gewinner:

Der Wissenschaftler Kubečka hat für das Projekt zwei Kollegen an Bord geholt, die bei der Musik, dem Songtext und dem Filmen geholfen haben. Zwei Monate haben die Finnen in die Produktion des Musikvideos investiert, haben Drohnen und Greenscreen-Technik benutzt, um zu zeigen, wie Wolkenmoleküle sich drehen, miteinander kollidieren und aneinander haften.

Für den Dreh haben die Darsteller coronakonform in leeren Laboren oder alleine vor Greenscreens gefilmt. Die Finnen haben sich gegen 39 Mitbewerber:innen durchgesetzt und insgesamt 2000 US-Dollar für Preise in den Kategorien Physik und Bestes Video gewonnen.

Auch Biologie, Sozialwissenschaften und Chemie vertreten

Die Jury, bestehend aus vorherigen Gewinner:innen, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen, begutachteten die besten Beiträge mit der Kombination aus Wissenschaft und Kunst. Auch wenn manche eingereichte Produktionen eine „unglaublich hohe Qualität“ hätten, seien sie nicht unbedingt besser als andere Videos im erklären von Wissenschaft, sagte Carl Fink, einer der Juroren und Direktor der Tanzkompanie „Black Label Movement“.

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Die Jury kürte ebenfalls Gewinner:innen in den Kategorien Biologie, Sozialwissenschaften und Chemie mit einem Preisgeld von jeweils 750 US-Dollar. Die übrigen Gewinner in den besagten Kategorien sind unten zu sehen.

In der Kategorie „Chemie“ gewann der US-amerikanische Doktorand Mikael Minier. Darin erklärt er, wie ein bestimmtes Enzym das Gas Methan oxidieren kann. Hier das Video:

Wie lernen Grundschulkinder, Bilder besser zu beschreiben? Dieser Frage ging die österreichische Pädagogin Magdalena Dorner-Pau an der Universität Graz nach. Sie und ihre Kinder tanzten die Ergebnisse in einem Musikvideo nach – und gewannen so in der Kategorie „Sozialwissenschaften“. Hier das Video:

Mit elf Minuten hat die Biologin Julienne Fanon und ihre Kolleg:innen ein kleines Tanz- und Musikepos hingelegt. In dem Musikvideo stellen die Wettbewerber:innen choreographisch dar, wie Sonnenstrahlen Plastikmüll in Ozeanen verwittern und in immer kleinere Fragmente aufspalten. Hier das Video:

In der Sonderkategorie „Covid-19“ tanzt die US-amerikanische Wissenschaftlerin Heather Masson-Forsythe von der Oregon State University ihre Studienergebnisse zur Erforschung von Covid-19-Medikamenten. Hier das Video: 

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