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Fotografischer Beleg für den violetten Belag. Foto: JPL/Caltec
© JPL/Caltec

Beläge auf Marsgestein Das Lila-Rätsel auf dem Roten Planeten

Unser kosmischer Nachbar ist viel roter als die Erde blau ist. Doch ein paar farbliche Variationen gibt es - und die sind zum Teil mysteriös.

Raumfahrtfreunde blieben in einer Nacht Mitte Februar 2021 lange wach. Sie verfolgten die Landung des Rovers „Perseverance“ auf dem Mars.

Der hat seither viel gemessen, Bilder geschickt und den ersten extraterrestrischen Hubschrauber starten lassen. „Perseverance“ hat derzeit auch Probleme mit Marsstaub auszuhalten. Der ist rostrot, weil er reichlich Eisenoxide enthält.

Im Krater

Viele der Bilder, die der Rover im Jezero-Krater aufgenommen hat, zeigen aber keinen roten Sand, sondern eher glatte, braunviolette Beläge auf dem Gestein. Auch der Rover „Curiosity“ hatte bereits ähnliche Aufnahmen geliefert.

Wie das Magazin „National Geographic“ berichtet, ist unklar, um was für ein Material es sich handelt. Und wie fast immer, wenn auf dem Mars etwas „Mysteriöses“ gefunden wird, löst es Spekulationen über früheres Mikrobenleben dort aus – und auch solche über mögliches künftiges menschliches Leben.

Mit Laser

Helfen könnte – wie sollte es bei einem Raumschiff anders sein – Laserbeschuss. Perseverance jedenfalls hat mit einem speziellen Gerät seiner „SuperCam“ bereits auf lila Steine gefeuert. Sowohl der Dampf, der dann entsteht, als auch das Geräusch können dazu beitragen, zu beantworten, worum es sich bei den mysteriösen Belägen handelt.

Erste Ergebnisse von Forschenden um Ann Ollila von den Los Alamos National Laboratories sprechen dafür, dass sie relativ weich sind und unter anderem Magnesium und Wasserstoff enthalten. Wasserstoff wiederum spricht für früher dort vorhandenes Wasser. Die Beläge könnten unter anderem aus dem Mineral Hämatit bestehen, obwohl das auf der Erde etwas anders aussieht.

Leben?

Auf der Erde schützen ähnliche Beläge Mikroben in unfreundlicher Umwelt vor Strahlung. Zumindest vor sehr langer Zeit, glauben Forschende, könnte das auch auf dem Mars der Fall gewesen sein.

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