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"Im Herbst müssen wir liefern", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zum Zeitplan für den Datenraum Mobilität im Gespräch mit Tagesspiegel Background. Foto: Paul Zinken/dpa Foto: picture alliance/dpa
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Verkehrsminister im Background-Interview Scheuer: Firmen nutzen Datenraum Mobilität

Der Mobilitätsdienstleister FreeNow verknüpft Daten des Deutschen Wetterdienstes in seiner App. Eine Anwendung von vielen, die bis zum Herbst im Datenraum laufen sollen, kündigt der Bundesverkehrsminister an.

Der von der Bundesregierung geplante Datenraum Mobilität nimmt Gestalt an. Von mehr als 55 möglichen Anwendungsfällen zeigt der Mobilitätsdienstleister FreeNow ein erstes konkretes Beispiel, wie das Datennetzwerk genutzt werden kann. „FreeNow greift auf die im Mobilitätsraum zur Verfügung stehenden Daten des Deutschen Wetterdienstes zurück“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Tagesspiegel Background. Je nach Wetter bekommen die Nutzerinnen und Nutzer in der App von FreeNow angezeigt, welches Verkehrsmittel sich für die von ihnen geplante Strecke besonders eignet. Die Funktion soll nach Angaben des Unternehmens im zweiten Quartal zur Verfügung stehen.


„Unser Ziel war es, Regeln zu definieren, die festlegen, in welcher Form Daten genutzt werden dürfen und zu welchen Konditionen“, so der Minister. „So ist der Datenraum Mobilität entstanden, in dem Behörden, Autoindustrie, Verkehrsunternehmen und Start-ups ihre Informationen einspeisen und anbieten können.“ Im Herbst sollen beim einem Mobilitätskongress in Hamburg weitere Anwendungsfälle vorgestellt werden. „Wir wollen den Markt für neue datenbasierte Geschäftsmodelle nicht den großen Akteuren aus den USA überlassen“, sagte Scheuer Tagesspiegel Background.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte beim Autogipfel im November 2019 den Datenraum Mobilität zur Chefsache gemacht. Gemeinsam mit Spitzenvertretern der deutschen Autoindustrie und den Ministerpräsidenten der „Autoländer“ Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern hatte die Bundeskanzlerin beschlossen, dass sowohl private als auch öffentliche Mobilitätsanbieter bis Ende 2021 gemeinsam ein Datennetzwerk Mobilität schaffen. Zunächst hatten sich die Autohersteller wegen kartellrechtlicher und Datenschutzbedenken geziert, ihre Daten bereitzustellen. Diese Bedenken habe man in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden aus dem Weg geräumt, sagte Scheuer.

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