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Die Inflationsrate ist erneut gestiegen. Foto: Oliver Berg/dpa
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Teure Energie treibt Verbraucherpreise 4,5 Prozent – Inflation steigt auf höchsten Stand seit 28 Jahren

Die Kosten für Verbraucher in Deutschland klettern weiter schier unaufhaltsam empor. Die Teuerungsrate nähert sich der Fünf-Prozent-Marke.

Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober weiter beschleunigt und den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte.

Demnach kletterten die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vormonat September um 0,5 Prozent. Eine Teuerungsrate von 4,5 Prozent hatte die Wiesbadener Behörde zuletzt im Oktober 1993 gemessen.

Ein höheres Niveau gab es zuletzt im August 1993, als die vom Wiedervereinigungsboom angefachte Inflationsrate sogar auf 4,6 Prozent kletterte.

Im September hatte die Inflation mit 4,1 Prozent bereits die Vier-Prozent-Marke überschritten. Im August lag sie bei 3,9 Prozent. Experten erwarten, dass die Teuerung bis Jahresende noch auf rund fünf Prozent steigen könnte.

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Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger kaufen können als zuvor.

Energie als größte Preistreiberin

Besonders tief in die Tasche greifen mussten die Menschen in Deutschland im Oktober den vorläufigen Daten zufolge für Energie, die sich innerhalb eines Jahres um 18,6 Prozent verteuerte. Nahrungsmittel verteuerten sich um 4,4 Prozent, Dienstleistungen um 2,4 Prozent, darunter Wohnungsmieten um 1,4 Prozent.

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Steigende Energiepreise heizen die Inflation seit geraumer Zeit an. Zudem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung inzwischen voll durch. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teurer.

Hinzu kommen Materialmangel und Lieferengpässe sowie die Einführung der CO2-Abgabe. Seit Jahresbeginn sind 25 Euro je Tonne Kohlendioxid fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. (dpa, Reuters)

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