Verschiedene Bezahl-Apps in der Übersicht

Wer mit dem Smartphone zahlen will, braucht es nur kurz ans Kartenlesegerät halten. Foto: V.Barretoimago
Smartphone statt Bares So geht mobiles Bezahlen

Apple Pay

Gestartet ist Apple mit seinem Bezahldienst in Deutschland erst im Dezember 2018. Mit dem iPhone bezahlen können allerdings nur Verbraucher, deren Bank bereits bei Apple Pay mitmacht (siehe Tabelle). Zwar wirbt der US-Konzern damit, dass auch die beiden großen Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa Apple Pay unterstützen. Das gilt aber eben nur, wenn auch die eigene Bank mitzieht. Und mehrere Institute verhandeln derzeit noch mit dem US-Institut. Die Berliner Direktbank DKB etwa schreibt auf ihrer Internetseite, dass auch ihre Kunden „bald“ Apple Pay nutzen können. Hinterlegen kann man bei dem Bezahldienst bislang nur eine Kreditkarte. Perspektivisch soll das aber auch mit der Girokarte gehen. Auch darüber wird derzeit verhandelt.

Google Pay

Google ist mit seinem Bezahldienst für Android-Geräte in Deutschland seit Juni 2018 aktiv. Wie bei Apple gilt aber auch bei dem Konkurrenten: Noch bieten nur einzelne Banken die Nutzung an. Anders als Apple kooperiert Google allerdings auch mit dem Bezahldienst Paypal. Wer ohnehin schon ein PaypalKonto hat, weil er damit seine Onlinekäufe bezahlt, kann das inzwischen auch bei Google Pay hinterlegen. Das heißt: Man zahlt an der Kasse mit seinem Smartphone über die Google-App, abgebucht wird das Geld dann aber via Paypal. Nutzen kann man das aber nur, wenn man Paypal wiederum mit dem eigenen Bankkonto verbunden oder bei Paypal Guthaben aufgeladen hat. Über eine bei Paypal hinterlegte Kreditkarte funktioniert der Dienst bislang nicht.

Banking-Apps

Um den Techkonzernen den Markt nicht alleine zu überlassen, haben einige Banken eigene Bezahl-Apps entwickelt. Nutzen können die bislang allerdings nur Besitzer von Android-Geräten, da Apple seine NFC-Schnittstelle nicht für externe Anbieter freigibt. Solch eigene Bezahl-Apps haben zum Beispiel die Deutsche Bank, die Sparkassen und die Volksbanken im Angebot. Noch werden die allerdings eher verhalten angenommen. Die Sparkassen etwa berichten von 405000 App-Downloads – bei 50 Millionen Kunden. Die Volks- und Raiffeisenbanken sprechen von mehr als 70000 Giro- und Kreditkarten, die bislang fürs mobile Bezahlen genutzt werden – bei 30 Millionen Kunden. Sparkassen wie Volksbanken sind im Sommer 2018 mit dem Angebot gestartet.

Anbieter verschiedener Bezahl-Apps im Vergleich. Foto: Bartel/Tsp Vergrößern
Anbieter verschiedener Bezahl-Apps im Vergleich. © Bartel/Tsp

Supermarkt-Apps

Um Kunden das mobile Bezahlen zu ermöglichen, haben manche Händler inzwischen eigene Apps entwickelt. In der Smartphone-Anwendung von Edeka muss man dafür zum Beispiel seine Bankdaten hinterlegen. Bezahlt man dann an der Kasse per Smartphone, wird das Geld automatisch vom Konto abgebucht. Netto bietet ebenfalls eine Bezahl-App an, die man mit dem eigenen Paypal-Konto verknüpfen kann. Alternativ kann man die Beträge per Lastschrift abbuchen lassen. Auch die Kaffeekette Starbucks hat eine eigene Bezahl-App, die man dafür aber mit Guthaben aufladen muss. Obwohl man damit ausschließlich in den Shops der Kaffeekette zahlen kann, hat die Starbucks-Bezahl-App in den USA mittlerweile mehr Kunden als Apple Pay.

QR-Code-Apps

Alternativ zur Datenübertragung per NFC-Chip kann man bei manchen Apps auch per QR-Code an der Kasse bezahlen. Dieser Code erscheint dabei auf dem Display des Smartphones und muss zum Bezahlen an der Kasse eingescannt werden. Auf dieses Verfahren setzt zum Beispiel der Punktesammler Payback, der mit Payback Pay ebenfalls eine App fürs mobile Bezahlen anbietet. Um das nutzen zu können, muss man allerdings seine Kontodaten hinterlegen. Zahlen kann man mit der App zudem bislang nur bei einzelnen Handelsketten wie zum Beispiel Rewe, Penny, dm und Real. Ebenfalls mit dem QR-Code funktioniert Bluecode, eine App aus Österreich, die hierzulande aber inzwischen auch einige Sparkassen ihren Kunden anbieten.

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